Ärzte Zeitung online, 18.08.2011

US-Tabakfirmen klagen gegen Ekelfotos

WASHINGTON (dpa). Amerikanische Tabakfirmen haben Klage gegen geplante Schockfotos als Warnhinweise auf Zigarettenpackungen eingereicht.

Der Hintergrund: Ab September 2012 sollen in den USA auf allen Zigarettenpackungen abschreckende Bilder von zerstörten Zähnen, erkrankten Lungen und sogar von einer Leiche zu sehen sein.

Die Hersteller RJ Reynolds Tobacco, Commonwealth Brands, Lorillard und Liggett Group sehen in diesen Plänen der Regierung eine Verletzung ihrer verfassungsmäßigen Rechte, wie ein Anwalt der Firma Lorillard am Mittwoch sagte.

Der Zwang, derartige Bilder und Warntexte auf den Packungen abzudrucken, schrecke Kunden vom Kauf ab. Adressat der Klage ist nach Angaben von Anwalt Floyd Abrams die Lebens- und Arzneimittelaufsichtsbehörde FDA.

Auf amerikanischen Zigarettenpackungen sind seit 25 Jahren schriftliche Warnungen über die Gefahren des Rauchens abgedruckt.

Schock-Bilder sollen bereits in anderen Staaten wie Belgien oder Großbritannien Raucher abschrecken. Die EU hat im letzten Jahr ähnliche Maßnahmen angedacht.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Langes Arbeiten kann tödlich sein

Eine lange Wochenarbeitszeit erhöht das Risiko für Herzerkrankungen und Krebs. Forscher konnten die Stundenzahl sogar exakt angeben, ab der sich das Risiko stark erhöht. mehr »

Ausschuss reißt Frist des Gesetzgebers

Das neue Qualitätsmaß für Pflegeheime gerät in Verzug. Eine Studie bietet eine Alternative an. mehr »

Jeder dritte Demenz-Fall vermeidbar

Finge die Demenz-Prävention bereits in der Kindheit an, könne die Krankheit bei einem Drittel aller Erwachsenen verhindert werden – so eine Studie. mehr »