Ärzte Zeitung, 28.08.2011

Lebensretter Vitamin A

LONDON (dpa). Vitamin-A-Präparate könnten jährlich das Leben von 600.000 Kindern retten. Der Nutzen in ärmeren Ländern sei "überwältigend", berichten Forscher.

Sie bewerteten 43 Studien mit über 200.000 Kindern von sechs Monaten bis fünf Jahren (BMJ 2011; online 25. August). Ergebnis: In Entwicklungsländern senkten Vitamin-A-Präparate die Kindersterblichkeit um 24 Prozent.

Schätzungen der WHO zufolge könnten weltweit 190 Millionen Kinder unter fünf Jahren Vitamin-A-Mangel haben. Mögliche Folgen: Nachtblindheit, Wachstumsstörungen, Blutarmut, Anfälligkeit für Durchfall und Masern.

Die Autoren fordern daher eine schnelle Versorgung dieser Kinder mit Vitamin A. Weitere Placebo-Studien bezeichneten sie als "unethisch". Zudem seien die Präparate günstig und hätten kaum Nebenwirkungen.

Vitamin A gehört zu den essenziellen Nährstoffen - es ist für den Menschen unentbehrlich und muss mit der Nahrung aufgenommen werden, weil der Körper ihn nicht selbst herstellen kann.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Langes Arbeiten kann tödlich sein

Eine lange Wochenarbeitszeit erhöht das Risiko für Herzerkrankungen und Krebs. Forscher konnten die Stundenzahl sogar exakt angeben, ab der sich das Risiko stark erhöht. mehr »

Ausschuss reißt Frist des Gesetzgebers

Das neue Qualitätsmaß für Pflegeheime gerät in Verzug. Eine Studie bietet eine Alternative an. mehr »

Jeder dritte Demenz-Fall vermeidbar

Finge die Demenz-Prävention bereits in der Kindheit an, könne die Krankheit bei einem Drittel aller Erwachsenen verhindert werden – so eine Studie. mehr »