Ärzte Zeitung online, 31.08.2011

BSE und Co: EU will Rinder-Datenbank

BRÜSSEL (dpa). Zur Eindämmung von Tierseuchen wie BSE will die EU-Kommission Rinder europaweit elektronisch kennzeichnen. Angaben über Herkunft, Transport und Standort sollen in einer EU-Datenbank gespeichert werden.

Beim Ausbruch einer Krankheit könnten infizierte Tiere und deren Fleisch leichter aufgespürt und die Seuche schneller bekämpft werden.

Das hat EU-Verbraucherschutzkommissar John Dalli am Dienstag in Brüssel vorgeschlagen. Dem Entwurf müssen das Europaparlament und die Mitgliedsstaaten noch zustimmen.

Dabei geht es um Rinder sowie Bisons und Wasserbüffel. Zunächst soll die Kennzeichnung freiwillig sein, Mitgliedsstaaten können diese aber auf nationaler Ebene verpflichtend vorschreiben.

"Wir können rasch reagieren und in Zukunft mögliche Risiken für die Lebensmittelkette abwehren", sagte Kommissar Dalli zur Begründung.

Bislang wird die Technik der elektronischen Kennzeichnung (EID) in der EU bereits bei Pferden, Schafen, Ziegen sowie Haustieren wie Hunde und Katzen eingesetzt.

Landwirte in mehreren Mitgliedstaaten markieren schon jetzt Rinder mit elektronischen Ohrmarken, allerdings werden die Daten meist nur für die private Betriebsführung und auf nationaler Ebene genutzt.

[08.09.2011, 16:11:14]
Dr. Horst Grünwoldt 
Rinder -Datenbank
Wir haben seit ca. 10 Jahren schon in D und der EU eine aufwendige Rinderdaten-Bank. Danach müssen Kälber dauerhaft mit zwei amtlichen Ohrmarken versehen und elektronisch als Zugang gemeldet werden. Ebenso ist der Abgang, Verkauf oder die Schlachtung meldepflichtig.
Danach macht eine Kuh Muh, und viele Kühe Mühe!
Neu bei dieser Aktion für EU-Rinder ist also alleine die unverwechselbare Kennzeichnung durch Implantation elektronischer Chips.
Rinderbestände sind inzwischen besser zu identifizieren und zu kontrollieren als manche Bevölkerungsrand-Gruppen unter uns im Europa ohne Schranken. (Das O-Amt in Frankfurt am Main hat schon realitätsnah vor Jahren geschätzt, daß in Mainhatten mindesten 40.000 illegale Dauergäste unter rund 700.000 Menschen leben)
Im übrigen werden Tierseuchen nicht durch Kennzeichnung einzelner Herdentiere vermieden, sondern durch Hygienemaßnahmen bei der Haltung.
Infektionskranke Tiere werden immer noch aufgrund klinischer Symptome und weitergehender Untersuchungen erkannt.
Dr. med. vet. Horst Grünwoldt (Tierarzt i.R.) aus Rostock  zum Beitrag »

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