Ärzte Zeitung online, 14.09.2011

WHO: Europäer trinken weltweit den meisten Alkohol

KOPENHAGEN/BAKU (dpa). Die Europäer sind weltweit nach Erhebungen der Weltgesundheitsorganisation WHO die heftigsten Trinker. So würden im Durchschnitt in Europa jährlich pro Person 9,24 Liter reinen Alkohols konsumiert.

"Über 20 Prozent der Erwachsenen betrinken sich mehr oder wenig regelmäßig", hieß es in einer Erklärung bei der europäischen WHO-Regionalkonferenz in Aserbaidschans Hauptstadt Baku.

WHO-Regionaldirektorin Zsuzsanna Jakab kündigte in Baku einen Aktionsplan zur Verringerung des Alkoholkonsums an und meinte zur Begründung: "Den Ländern ist sehr wohl bewusst, welche Kosten und Schäden der Alkohol verursacht."

Der generelle Trend beim Alkoholkonsum der letzten 15 Jahre sei durch einen Rückgang im Westen und einen Anstieg im Osten Europas gekennzeichnet gewesen.

Die Gesundheitsorganisation der Vereinten Nationen will den 53 europäischen Ländern mit dem "Aktionsplan zur Verringerung des schädlichen Alkoholkonsums (2012-2020)" einen umfassenden Überblick zur Problematik sowie erprobte Konzepte zum Abbau alkoholbedingter Schäden zur Verfügung stellen.

Als Gegenmittel empfiehlt die WHO unter anderem Alkoholsteuern, Einschränkungen der Verkaufsstellendichte und der Öffnungszeiten, Altersbegrenzungen sowie eine Senkung der Promillegrenzen im Straßenverkehr.

[14.09.2011, 13:22:09]
Dr. Thomas Georg Schätzler 
"Über 20 Prozent der Erwachsenen betrinken sich mehr oder wenig regelmäßig" vor...
... und nach der WHO-Regionalkonferenz in Aserbaidschan, möchte man bemerken. Pro Person 9,24 Liter reinen Alkohol im EU-Durchschnitt ist eine Ansage, unter der sich niemand etwas vorstellen kann. Die WHO liebt es wie immer komplizierter als es der Öffentlichkeit, die sie so gerne erreichen möchte, lieb ist.

Alkohol in Volumen ausgedrückt ist leichter als Wasser. 9,24 Liter ergeben EU-durchschnittlich 7,392 kg Alkohol. In einer 0,5 Liter Bierflasche mit 4,5 Vol. % sind 18 Gramm. Nach der Formel zur Berechnung des Alkoholgehalts: Menge in ml x Angabe Volumenprozent geteilt durch 100 x 0,8. Pro Person pro Jahr müssen in der EU demnach im Schnitt 411 Halbliter Bier durch die Kehle rauschen. Täglich gut 20 g reiner Alkohol.

Was das "French Paradoxon" mit verringerter kardiovaskulärer Morbidität, Mortalität, Prävalenz und moderatem regelmäßigem Weinkonsum bzw. den englischen Spruch "one drink a day, keeps the doctor away" angeht, sind dabei k l e i n e Mengen gemeint: 125 ml bzw. 1/8 Liter Wein mit 13 Vol.% machen 13 Gramm reinen Alkohol aus und sind als Tagesdosierung zumindest unbedenklich.

Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund
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[14.09.2011, 10:54:38]
Dr. Mustafa Ayhan 
Alkohol ist die schädlichste Droge
Angenommen die bereuschende Wirkung von Ethanol waere erst vor 50 Jahren wissenschaftlich entdeckt worden, dann kann ich mit 100%iger Sicherheit behaupten das es sofort unter die Kontrollierten Substanzen bzw. BTM aufgenommen worden waere.
Es waere verpöhnter als Opiate (Heroin u.a.), wobei diese eigendlich hepatoxisch gesehen (Reinform angenommen) überhaupt keine körperlichen Schaeden hinterlassen.
Alkohol hingegen hinterlaesst bei schon geringem Dauerkonsum, spez. waehrend der Pubertaet, irreversible Schaeden an vielen Lebenswichtigen Organen.
Auch die Psychischen Schaeden, welche mit denen des Buhmanns "Canabis" verglichen um einiges exponentiel höher sind, waeren untolerierbar.
Jeder Politiker der etwas in Sachen Drogenproblematik zu sagen hat, aeussert sich damit dass Canabis die Einstiegsdroge Nr.1 sei. Dabei haben 100% aller heutigen Schwerstabhaengigen ihre ersten Efahrungen durch das legale Ethanol, was ja immer seinen Platz auf dem Speisetisch haben muss, gehabt.
In den 80er Jahren war Alkohol unter der Jugend unbeliebt und wurde als Pennerdroge bezeichnet. Auch au dieser Generation sind aber die meisten durch den Erstkontakt mit Alkohol erst zu haerteren Sachen gekommen.
Ich frage mich wie die heute anwachsende Generation abschneiden wird, welche sich ja mehrheitlich gegen illegale Drogen ausspricht, aber dafür schon 12 jaehrige Maedchen sich regelmaessig am Kommasaufen üben.
Fazit:
Die Menschheit (wie auch die Tierwelt) hat schon immer Sinneserweiternde Substanzen eingenommen.
Mur durch die völlig Paramoide Prohibitions Politik gegen alle Arten von Rauschmitteln, fordert die Gesellschafft nur dazu auf das neuere Substanzen von Kellerchemikern synthetisiert und an unseren Versuchskaninchen-Kindern ausprobiert und Profit gesucht werden.
Dabei machen unsere Staaten durch die Alkoholsteuer ja soviel Geld, welches dann auf der snderen Seite im Gesundheitswesen nicht mal 1% des entstandenen Schadens abdecken kann.
"Verbote sind Gebote"
Und dieser Leitsatz gilt auch heute noch bei der Jugend.
Also wozu die ganze unnötige Verbotspolitik gegen Jahrtausende alte natürliche Rauschmittel, welche eh nicht kontrollierbar sondern nur leicht abbremsbar ist?
Ich plaediere immer noch überzeugt auf eine liberalere Drogenpolitik, welche es erwachsenen Menschen ermöglicht, wenn nötig unter aerztlicher Aufsicht ihren Trip zu geniessen ohne Angst haben zu müssen.
Dagegen würde ich energisch gegen die ganze Alkohol-Lobby vorgehen.
Leider hat aber die Wirtschaftskraft das Zepter in der Hand und die Politiker sind nur Marionetten derer.
Ich würde mich über eine Welt freuen wo der gute alte Hanf seinen altverdienten Stellenwert zurückbekommt, doch dafür das "Feuerwasser" wessen Name ja schon historisch belegt wie es andere Völker, welche bis dahin von pflanzlichen Rauschmitteln profitierten, ausgelöscht hat, unter viel staerkere Kontrollen, bis zur ganzen Abschaffung (was ja eh nicht möglich waere) gestellt wird.
Wir haben schon immer Rauschmittel konsumiert und werden es auch weiterhin, aber man sollte die Prioritaets Reihenfolge etwas aendern, und den "Bösen" die Chance geben zu zeigen das sie eigendlich die "Besseren" sind, und dafür zeigen das die "Guten" der absolute Abschaum ist!

mfG

Dr.med.Mustafa Ayhan
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