Ärzte Zeitung online, 03.10.2011

Dänen führen Fettsteuer für Lebensmittel ein

KOPENHAGEN (dpa). Die Dänen müssen für gesundheitsschädliches Fett in ihren Lebensmitteln tiefer in die Tasche greifen. Wie geplant ist zum Wochenende eine neue Steuer für gesättigte Fettsäuren von 16 Kronen (2,16 Euro) pro Kilo in Nahrungsmitteln in Kraft getreten.

Damit wird zum Beispiel ein Paket Butter um 2,60 Kronen und ein Kilo Schweinehackfleisch um 1,30 Kronen teurer.

Die Verbraucher hatten in der letzten Septemberwoche mit Hamsterkäufen bei betroffenen Produkten aller Art, darunter vor allem Butter, reagiert.

Die Zeitung "Politiken" berichtete am Wochenende von überraschenden Umsatzsteigerungen um mehr als 60 Prozent bei Mürbeteig-Tortenböden.

Dänemarks Parlament hatte die Einführung der Fettsteuer auf Initiative einer Gesundheits-Kommission eingeführt, um die Bevölkerung zum Kauf weniger fetthaltiger Produkte zu animieren.

Die Einzelhändlerverbände lehnen die Neuregelung vor allem wegen der nach ihrer Meinung zu komplizierten Berechnung ab.

Die betroffenen Produkte würden im Durchschnitt um zehn Prozent teurer werden, hieß es aus der Branche weiter. Für die leere dänische Staatskasse werden Mehreinnahmen von 1,5 Milliarden Kronen pro Jahr erwartet.

[04.10.2011, 08:56:49]
Dr. Günther Jonitz 
Wer hat's erfunden?
Hans Eichel war im Ansatz schneller:
http://www.dailytimes.com.pk/default.asp?page=story_12-9-2004_pg9_6
Der Ansatz stammt von dem UPI Gutachten aus dem Jahre 1998 zum Beitrag »

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Was neue Onkologika den Patienten tatsächlich bringen

Ist das Glas halb voll oder halb leer? Neue Onkologika haben die Überlebenszeit von Krebspatienten in den vergangenen zwölf Jahren im Schnitt um 3,4 Monate verlängert. Dieser Vorteil geht oft zulasten der Sicherheit. mehr »

Kassen und KBVdrücken aufs Tempo

Bisher trat die Selbstverwaltung bei der Digitalisierung eher als Bremser auf. Bei den Formularen geben KBV und Kassen jetzt Gas: Im Juli kommt der digitale Laborauftrag. mehr »

"Weiterbildung auch mit Kind zügig möglich - im Verbund!"

Eine strukturierte Weiterbildung, die auch mit Elternzeit nur sechs Jahre dauert? Das ist möglich, sagt Dr. Sandra Tschürtz. Die angehende Allgemeinmedizinerin steht vor ihrer Facharztprüfung – und blickt für die "Ärzte Zeitung" auf ihre Zeit in einem Weiterbildungsverbund zurück. mehr »