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Ärzte Zeitung online, 29.12.2011

Rettungsdienst an der Neiße neu geregelt

WARSCHAU (maw). Ärzte aus Deutschland handeln nun nicht mehr auf eigenes Risiko, wenn sie im Rettungswagen zu grenzüberschreitenden Einsätzen nach Polen fahren.

Die Grundlage dafür schafft das deutsch-polnische Rahmenabkommen über grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Rettungsdienst, das von Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP), seinem polnischer Amtskollege Bartosz Arlukowicz und dem deutschen Botschafter in Polen, Rüdiger von Fritsch, jüngst in Warschau unterzeichnet worden ist.

Der Vertrag ist den Angaben zufolge ein wichtiger Teil der Projektliste, die Polen und Deutschland zum 20. Jahrestag des deutsch-polnischen Nachbarschaftsvertrages im Juni 2011 vorgelegt haben.

Das Rahmenabkommen ermöglicht den Einsatz deutscher und polnischer Rettungskräfte im jeweils anderen Land und verbessert dadurch deutlich die Unfallversorgung beiderseits der deutsch-polnischen Grenze - bisher handelten die Retter auf eigene Gefahr.

Bahr hob hervor, dass die Bürger in Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Sachsen sowie in den angrenzenden Woiwodschaften Niederschlesien, Lebuser Land und Westpommern auf polnischer Seite von dem Rahmenabkommen profitieren könnten.

"Das Rahmenabkommen ermöglicht, dass deutsche und polnische Rettungskräfte auch jenseits der jeweiligen Grenze den Menschen schnell und zuverlässig helfen können", erläuterte Bahr.

Und weiter: "Es soll derjenige Rettungsdienst helfen, der dem Unfallort am nächsten ist. Zudem können Patienten durch den Rettungsdienst in die nächstgelegene und geeignete Gesundheitseinrichtung gebracht werden, unabhängig davon auf welcher Seite der Grenze sie sich befindet."

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