Ärzte Zeitung online, 16.07.2012

UN starten Kampagne gegen Drogen-Kriminalität

WIEN (dpa). Die UN-Behörde für Drogen- und Verbrechensbekämpfung (UNODC) hat eine weltweite Kampagne gegen das organisierte Verbrechen gestartet.

Wie die UNODC am Montag in Wien mitteilte, liegt der geschätzte Umsatz mit illegalen Gütern im Jahr bei 870 Milliarden Dollar (rund 710 Milliarden Euro).

Die Kampagne soll im Internet und im Fernsehen verbreitet werden. Unter anderem seien Videos in mehreren Sprachen (darunter Deutsch), Poster und eine Reihe von Datenblättern vorbereitet.

Damit sollen die Gefahren dargestellt werden, die das organisierte Verbrechen für den Frieden, die Sicherheit und den Wohlstand bedeutet. Auch sollen die finanziellen und sozialen Kosten dieses internationalen Problems veranschaulicht werden.

Das lukrativste Geschäft sei der Rauschgifthandel mit einem geschätzten Umsatz von 320 Milliarden Dollar, teilte die UNODC mit. Mit gefälschten Markenartikeln würden schätzungsweise etwa 250 Milliarden Dollar gemacht.

Sehr besorgniserregend sei auch der Tod von Menschen in Verbindung mit dem organisierten Verbrechen - etwa in der Drogenkriminalität, dem Waffenhandel und dem Menschenschmuggel. Millionen Menschen seien von der organisierten Kriminalität betroffen.

Die Auswirkungen der organisierten Kriminalität seien auch lokal spürbar, schreibt die UN-Behörde. Kriminelle Gruppen könnten Länder und ganze Regionen destabilisieren.

UNODC-Direktor Juri Fedotow erklärte, das Stoppen dieser internationalen Bedrohung stelle eine der größten weltweiten Herausforderungen dar.

Entscheidend für den Erfolg sei die Fähigkeit, das öffentliche Bewusstsein zu schärfen und Verständnis bei Entscheidungsträgern und Politikern zu wecken.

www.unodc.org/toc

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Sind Computer bald die besseren Psychotherapeuten?

Immer mehr Online-Psychotherapien drängen auf den Markt. Die meisten sind weder besonders einfühlsam noch allzu intelligent. Dennoch sind die Erfolge erstaunlich. mehr »

Kollege Computer, übernehmen Sie!

Eine computer-basierte Verhaltenstherapie kann Insomnie-Patienten den Schlaf zurückgeben. Der Erfolg ist ähnlich gut wie durch menschliche Therapeuten, bescheinigt ein kalifornischer Professor. mehr »

Kein frisches Geld in Sicht

Die umfassende Studien-reform soll zunächst ohne zusätzliches Geld auskommen. Darauf haben sich Bund und Länder geeinigt, wie aus dem vertraulichen Papier hervorgeht. mehr »