Ärzte Zeitung, 12.12.2012

EU

Parlamentarier wollen MRT-Verbot verhindert

BRÜSSEL. Der Sozialausschuss des Europäischen Parlamentes (EP) hat den Änderungsentwurf einer EU-Richtlinie zum Schutz vor elektromagnetischer Strahlung abgelehnt.

Die EU-Kommission hatte die Strahlungsintensität aller Arbeitnehmer, also für einen Bahnarbeiter am Gleis genauso wie für eine Krankenschwester beim Röntgen, gleich angesetzt.

"Eine derartige Neufassung der EU-Richtlinie aus 2004 hätte zu einem De-facto-Verbot der Kernspintomographie im Dauereinsatz geführt", erklärte der CSU-Europaabgeordnete Martin Kastler.

Der Vorschlag habe die unterschiedlichen Grade der Sicherheit und des Schutzes außer Acht gelassen. Das Personal werde auch bei längerem Einsatz am Gerät, durch entsprechende Vorkehrungen und den nötigen Abstand geschützt, so Kastler.

Damit sei der medizinische Bereich "trotz deutlich höherer Strahlungswerte" nicht vergleichbar mit anderen Einsatzfeldern und eine Ausnahmeregelung sinnvoll. Das EU-Parlament wird voraussichtlich im Februar 2013 das Ausschussvotum bestätigen. (taf)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Mehr Pneumonien unter Benzodiazepinen

Benzodiazepine sind bei Patienten, die an Morbus Alzheimer leiden, mit einer Häufung von Lungenentzündungen assoziiert. Für Z-Substanzen gilt das womöglich nicht. mehr »

Psychotherapie bei Borderline nur mäßig erfolgreich

Spezifische Psychotherapien sind bei Borderline-Patienten unterm Strich zwar wirksamer als unspezifische Behandlungen: Allerdings fällt die Bilanz in kontrollierten Studien eher mager aus. mehr »

KBV legt acht Punkte für eine Reformagenda vor

Rechtzeitig vor dem Bundestagswahlkampf und dem Start in eine neue Legislaturperiode hat die KBV ein Programm für eine moderne Gesundheitsversorgung vorgelegt. Was steht drin? mehr »