Ärzte Zeitung, 02.09.2013

DRG in Deutschland

Das blinde System

Ob Kreiskrankenhaus oder Uniklinikum - die deutschen Fallpauschalen sind überall gleich. Gleicher Preis für gleiche Leistung ist der Grundsatz im DRG-System. International geht Deutschland damit einen Sonderweg, zeigt ein Gutachten.

Von Uwe K. Preusker

lupen-chirurg-A.jpg

Chirurg bei einer Op: Sonderzuschläge für Maximalversorger sind im hiesigen DRG-System unbekannt.

© Mathias Ernert

BERLIN. Ob Österreich, die Niederlande, England oder die USA: Überall erhalten die Universitätskliniken zusätzlich zu den Erlösen aus den DRG-Fallpauschalen weitere Mittel zur Finanzierung ihrer spezifischen Aufgaben in der Hochleistungsmedizin.

Das zeigt ein neues Gutachten mit dem Titel "Universitätsmedizin und DRGs", das der Schweizer DRG-Spezialist Wolfram Fischer vom Zentrum für Informatik und wirtschaftliche Medizin (ZIM) im Auftrag des Verbandes der Universitätsklinika Deutschlands (VUD) erstellt hat.

Die Kernaussagen des Gutachtens: Die durchschnittlichen Fallkosten sind in Universitätskliniken normalerweise höher als in den übrigen Akutkrankenhäusern, und zwar auch nach Berücksichtigung des Schweregrades der behandelten Patienten im Fallpauschalensystem. Was die anderen Länder mit ihren DRG anders machen als Deutschland, lesen Sie in der App ...

Jetzt gleich lesen ...Jetzt gleich lesen ...

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Antibiotika gegen Rückenschmerzen

Verursachen Bakterien heftige Bandscheiben-Beschwerden? Für Forschungen zur Behandlung von Rückenschmerzen mit Antibiotika wurde jetzt der Deutschen Schmerzpreis verliehen. mehr »

QuaMaDi wird fortgesetzt

Aufatmen im Norden: KV und Kassen haben sich auf den Fortbestand des Brustkrebsfrüherkennungsprogramm QuaMaDi geeinigt. mehr »

Ethikrat sucht nach dem goldenen Mittelweg

Wann ist eine medizinische Zwangsbehandlung fürsorglicher Schutz, wann ein unangemessener Eingriff? Diesen Fragen widmet sich aktuell der Deutsche Ethikrat. mehr »