Ärzte Zeitung, 18.07.2014

Brasilien

Neugründung soll Gesundheitsetat entlasten

RIO DE JANEIRO. Einen neuen Anlauf zur Eigenversorgung ihres Landes mit Spezialpharmaka unternehmen derzeit die brasilianischen Labors Aché, EMS, Hypermarcas und União Química.

Für etwa 170 Millionen Euro errichten sie im Westen Rios unter dem Namen "Bionovis" eine gemeinsame Produktion für Biosimilars. Das technische Know-how dazu stammt von der Merck KGaA.

Geplant ist die Herstellung von Analoga zu Etanercept, Cetuximab, Trastuzumab und Bevacizumab sowie Rituximab und Infliximab, deren Patente sämtlich demnächst auslaufen. Die Präparate sollen in etwa drei Jahren auf den Markt kommen und dem öffentlichen Gesundheitswesen bis 2022 Einsparung von rund 150 Millionen Euro ermöglichen.

Der Anteil von gentechnisch hergestellten Medikamenten am gesamten Arzneimitteleinkauf des brasilianischen Gesundheitsministeriums stieg seit 2010 von knapp vier auf 32 Prozent. (lw)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Ärzte können künftig Medizinalhanf verordnen

Nach jahrelanger Debatte regelt das Parlament heute den Umgang mit Cannabis als Medizin völlig neu. Krankenkassen müssen künftig die Kosten im Regelfall erstatten. mehr »

Kein Schmerzensgeld für die künstliche Ernährung des Vaters

Das Münchener Landgericht hat die Klage gegen einen Hausarzt, der einen Patienten vermeintlich unnötig lange künstlich ernähren ließ, abgewiesen. Gleichwohl attestierte es einen Behandlungsfehler. mehr »

Droht Briten eine zweite Creutzfeldt-Jakob-Welle?

In Großbritannien ist ein Mann an einer ungewöhnlichen Creutzfeldt-Jakob-Erkrankung gestorben. Dies nährt Befürchtungen, wonach mehr als 20 Jahre nach der BSE-Krise eine zweite Erkrankungswelle ansteht. mehr »