Ärzte Zeitung, 30.07.2014

England

Patienten sterben wegen defekter Geräte

LONDON. In Großbritannien sterben jährlich mehr als 300 Patienten, weil medizinisches Gerät in den staatlichen Kliniken defekt ist und nicht ordentlich gewartet wird. Das geht aus einem Report der Organisation "Institution of Mechanical Engineers" (IME) hervor.

Danach starben im vergangenen Jahr 311 Patienten in Großbritannien, weil Ärzte oder Klinikpersonal "defekte Geräte benutzten". Knapp 5000 Patienten wurden laut IME als Folge defekter Medizingeräte verletzt - die höchste Zahl, seit die IME ihre Jahresberichte vorlegt.

Die Organisation verlangt, dass alle staatlichen Kliniken im Königreich einen Ingenieur einstellen, der sich um die Überprüfung und Wartung der Medizingeräte kümmert. Kliniken des staatlichen britischen Gesundheitsdienstes (National Health Service, NHS) lagern oftmals derartige Arbeiten aus , um Geld zu sparen. (ast)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Luftschadstoffe beeinträchtigen viele Organsysteme

Die Lunge gilt zwar als Eintrittspforte für Schadstoffe aus der Luft, kurz- und langfristige Gesundheitsschäden scheinen jedoch vor allem im Herzkreislaufsystem aufzutreten. mehr »

Kompromissvorschlag wieder zurückgezogen

Kaum verkündet, ist der Kompromiss zur Pflegeausbildung auch schon wieder vom Tisch. Die genauen Gründe sind unklar. mehr »

Für die Union ist Substitution von Ärzten kein Tabu

Nichtärztliche Gesundheitsberufe sollen stärker in die Versorgung eingebunden werden, fordert die Union. Ärztepräsident Montgomery benennt die Fallstricke für solche Pläne. mehr »