Ärzte Zeitung, 03.12.2015

Abtreibung

Irisches Gesetz verstößt gegen Menschenrecht

LONDON. Das weitgehende Abtreibungsverbot in Nordirland verstößt nach Ansicht des höchsten Gerichts in Belfast gegen die Menschenrechte. Das Urteil vom Montag hat keine unmittelbaren Folgen für die Gesetzgebung in dem Teil Großbritanniens.

Anders als in England, Schottland und Wales dürfen Frauen in Nordirland nach Vergewaltigungen nicht abtreiben oder wenn der Fötus aufgrund von Fehlbildungen nicht lebensfähig ist. Dagegen war die nordirische Menschenrechtskommission vor Gericht gezogen.

Abtreibungen sind in Nordirland nur erlaubt, wenn die körperliche oder psychische Gesundheit der Mutter auf dem Spiel steht. Ärzten, die trotzdem abtreiben, droht eine lebenslange Haftstrafe.

Ohne eine Volksabstimmung könne man nicht wissen, wie die Mehrheit der Nordiren darüber denke, sagte Richter Mark Horner am Montag. (dpa)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Resistente Keime bedrohen Fortschritte aus Jahrzehnten

Jeder vierte Todesfall durch Antibiotika-resistente Keime weltweit wird durch Tuberkulose (TB) bedingt. Um die Situation zu verbessern, reichen neue Arzneien aber nicht aus, betonen TB-Experten. mehr »

Regelmäßiges Frühstück ist offenbar gut fürs Herz

Wer regelmäßig frühstückt, beugt damit offenbar kardiovaskulären Erkrankungen vor, berichtet die American Heart Association (AHA). mehr »

Sperma-Check per Smartphone-App

Millionen von Paaren weltweit wollen ein Kind, doch es klappt nicht. Die Ursachen liegen in etwa der Hälfte der Fälle beim Mann. Ein einfacher Test könnte Männern künftig die Untersuchung ihres Spermas erleichtern. mehr »