Ärzte Zeitung, 02.06.2016

Kliniken in Syrien

Regierung verurteilt Bombardement

BERLIN. Die Bundesregierung verurteilt die Bombardierung von zwei Krankenhäusern in der syrischen Stadt Idlib. Das Ibn-Sina-Krankenhaus und das Nationalkrankenhaus seien von Deutschland finanziell unterstützt worden, sagte der Sprecher des Auswärtigen Amtes, Martin Schäfer, am Mittwoch in Berlin. Luftangriffe auf Kliniken seien ohnehin "völlig inakzeptabel". Ob die Angriffe in der Nacht zum Dienstag auf das Konto der russischen Luftwaffe oder der syrischen Armee gehen, ist umstritten. Die in Syrien operierenden Rebellengruppen und Terrorbrigaden verfügen nicht über Kampfflugzeuge.

Erst Ende April waren rund 50 Menschen bei einem Bombardement eines von Ärzte ohne Grenzen unterstützen Zentrums für Kinderheilkunde in Syrien verletzt worden, mindestens 14 Patienten und Ärzte waren gestorben.

Die Vorsitzende des Bundestags-Unterausschusses für zivile Krisenprävention, Franziska Brantner, forderte die Regierung auf, sich für den Aufbau einer Luftbrücke zur Versorgung eingeschlossener Ortschaften in Syrien einzusetzen. Dies könne zum Beispiel über das Welternährungsprogramm (WFP) laufen, das bereits über entsprechende Erfahrungen verfüge. "Berlin und die Internationale Unterstützungsgruppe für Syrien müssen den Druck auf Assad erhöhen und die Sicherheit dieser Luftversorgung garantieren", sagte die Grünen-Politikerin. (dpa/jk)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Luftschadstoffe beeinträchtigen viele Organsysteme

Die Lunge gilt zwar als Eintrittspforte für Schadstoffe aus der Luft, kurz- und langfristige Gesundheitsschäden scheinen jedoch vor allem im Herzkreislaufsystem aufzutreten. mehr »

Kompromiss im Tauschhandel?

18:31 Kaum verkündet, war der Kompromiss zur Pflegeausbildung auch schon wieder vom Tisch. Doch jetzt soll der Koalitionsausschuss eine Einigung bringen. Offenbar bahnt sich ein Handel zwischen CDU und SPD an. mehr »

Für die Union ist Substitution von Ärzten kein Tabu

Nichtärztliche Gesundheitsberufe sollen stärker in die Versorgung eingebunden werden, fordert die Union. Ärztepräsident Montgomery benennt die Fallstricke für solche Pläne. mehr »