Ärzte Zeitung online, 15.07.2016

Afghanistan

Drei Ärzte des Roten Halbmondes entführt

Seit Jahresanfang wurden fast 90 Entwicklungshelfer entführt. Jetzt gerieten drei Ärzte in die Hände der Taliban.

KABUL. Die radikalislamischen Taliban haben in der afghanischen Nordprovinz Sar-i Pul drei Ärzte der Rotkreuz-Organisation Roter Halbmond entführt.

Die drei Afghanen seien am Donnerstag aufgegriffen worden, als sie in einem Dorf medizinische Hilfe leisteten, sagte der Leiter des Büros in der Provinz, Mohammed Arif Alkani, am Freitag. Er habe mit einem der Ärzte sprechen können, es gehe den Männern gut. Stammesälteste versuchten, ihre Freilassung zu verhandeln.

Das Rote Kreuz wurde bisher selten angegriffen, es gilt auch unter Taliban als neutral. Dagegen ist die Zahl der Angriffe auf afghanische Kliniken und Mitarbeiter im Gesundheitswesen in den Jahren 2015 und 2016 scharf angestiegen.

In einem zur Wochenmitte veröffentlichten UN-Bericht zur humanitären Lage hieß es, zwischen Januar und Ende Juni seien in Afghanistan 88 Entwicklungshelfer entführt worden. Zehn weitere wurden demnach getötet. (dpa)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Hypertonie in jungen Jahren erhöht Risiko für den Nachwuchs

Das Alter, in dem sich ein Bluthochdruck manifestiert, beeinflusst nicht nur die persönliche Prognose eines Patienten, sondern wohl auch das Erkrankungsrisiko seiner Kinder. mehr »

Medienanamese künftig Bestandteil der U-Untersuchungen?

Schon bei Babys und Kleinkindern machen sich die Folgen übermäßigen Medienkonsums bemerkbar. Das geht aus der neuen BLIKK-Studie hervor. Pädiater reagieren besorgt. mehr »

Deutsche überschätzen Ebola-Gefahr und unterschätzen Masern

Im Mittelpunkt medialer Berichterstattung stehen meist große globale Bedrohungen wie Ebola und Zika. Doch Experten haben ganz andere übertragbare Erkrankungen im Visier. mehr »