Ärzte Zeitung online, 28.02.2014

Pflege

Verdi will 12,50 Euro Mindestlohn

Zwölfeinhalb statt neun und acht Euro: Verdi fordert ein deutliches Plus beim Pflege-Mindestlohn.

BERLIN. Der Mindestlohn in der Pflegebranche soll nach den Vorstellungen der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi bundesweit auf 12,50 Euro pro Stunde steigen. Mit dieser Forderung geht die Gewerkschaft in die ab dem heutigen Freitag (28. Februar) in Berlin beginnenden Verhandlungen der Pflegemindestlohnkommission.

Derzeit liegt die Lohnuntergrenze für Pflegehilfskräfte bei acht Euro im Osten und bei neun Euro im Westen. Die Regelung läuft Ende des Jahres aus.

Wie ein Verdi-Sprecher am Donnerstag auf Anfrage sagte, werden sich die Verhandlungen voraussichtlich über mehrere Monate hinziehen. In der ersten Runde dürften vor allem Verfahrensfragen und der Zeitplan für die Verhandlungen festgelegt werden.

"Alle reden von einer Aufwertung der Pflege: Wir machen ernst damit", betonte Verdi-Bundesvorstandsmitglied Sylvia Bühler. Ein höherer Mindestlohn könne helfen, etwa die Altenpflege attraktiver zu machen.

Die beim Bundesarbeitsministerium angesiedelte Mindestlohnkommission ist paritätisch mit Vertretern der Arbeitnehmer und Gewerkschaften sowie der Arbeitgeber, den Kommunen und Kirchen, besetzt. In der Pflegebranche arbeiten etwa 950.000 Beschäftigte. (dpa)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Langes Arbeiten kann tödlich sein

Eine lange Wochenarbeitszeit erhöht das Risiko für Herzerkrankungen und Krebs. Forscher konnten die Stundenzahl sogar exakt angeben, ab der sich das Risiko stark erhöht. mehr »

Ausschuss reißt Frist des Gesetzgebers

Das neue Qualitätsmaß für Pflegeheime gerät in Verzug. Eine Studie bietet eine Alternative an. mehr »

Jeder dritte Demenz-Fall vermeidbar

Finge die Demenz-Prävention bereits in der Kindheit an, könne die Krankheit bei einem Drittel aller Erwachsenen verhindert werden – so eine Studie. mehr »