Ärzte Zeitung, 13.07.2016

Tarifabschluss

4,3 Prozent mehr für Asklepios-Ärzte

Ärzte erhalten mehr Geld und einen verbindlichen Anspruch auf drei Fortbildungstage.

BERLIN. Die Gehälter der Ärzte in Asklepios Kliniken steigen um 4,3 Prozent. Die Erhöhung erfolgt nach Angaben des Marburger Bundes in zwei Stufen: zunächst rückwirkend zum 1. Januar dieses Jahres um 2,1 Prozent sowie zum Jahresbeginn 2017 um 2,2 Prozent.

Bei einem seiner Hauptanliegen in dieser Tarifrunde - der besseren Bewertung des Bereitschaftsdienstes - konnte der MB nach eigener Einschätzung zumindest einen Teilerfolg erzielen. Die Vergütung des Bereitschaftsdienstes soll von 75 Prozent um 2,5 Prozentpunkte steigen.

Die erhöhte Bewertung tritt zum 1. Januar 2017 in Kraft. Rückwirkend zum 1. Januar 2016 steigt der Nachtzuschlag für Vollarbeit und die Inanspruchnahme der Rufbereitschaft von 20 auf 22,5 Prozent.

Erstmals vereinbart wurde eine verbindliche Freistellung für drei Fortbildungstage pro Kalenderjahr. Diese gilt unabhängig von gesetzlichen Regelungen. Dieser Anspruch gilt bereits für das laufende Jahr. Der Tarifvertrag endet am 31. Dezember 2017. Die Gremien beider Seiten müssen noch bis zum 31. Juli 2016 zustimmen.

"Die Tarifverhandlungen waren ausgesprochen zäh und langwierig. Es ist uns am Ende aber gelungen, einen vertretbaren Kompromiss zu erreichen", bewertete MB-Verhandlungsführer Rolf Lübke den Tarifabschluss. (chb)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Luftschadstoffe beeinträchtigen viele Organsysteme

Die Lunge gilt zwar als Eintrittspforte für Schadstoffe aus der Luft, kurz- und langfristige Gesundheitsschäden scheinen jedoch vor allem im Herzkreislaufsystem aufzutreten. mehr »

Kompromiss im Tauschhandel?

18:31 Kaum verkündet, war der Kompromiss zur Pflegeausbildung auch schon wieder vom Tisch. Doch jetzt soll der Koalitionsausschuss eine Einigung bringen. Offenbar bahnt sich ein Handel zwischen CDU und SPD an. mehr »

Für die Union ist Substitution von Ärzten kein Tabu

Nichtärztliche Gesundheitsberufe sollen stärker in die Versorgung eingebunden werden, fordert die Union. Ärztepräsident Montgomery benennt die Fallstricke für solche Pläne. mehr »