Ärzte Zeitung online, 22.02.2013

Beschneidung

Keine Ermittlungen gegen Rabbiner

Schutz durch das neue Beschneidungs-Gesetz: Ein fränkischer Rabbiner muss keine Ermittlungen fürchten. Ein Arzt aus Hessen hatte ihn angezeigt.

HOF. Mit seinen vorgenommenen Beschneidungen hat sich der fränkische Rabbiner David Goldberg aus Sicht der Staatsanwaltschaft Hof nicht strafbar gemacht. Die Anklagebehörde wird daher nicht gegen ihn ermitteln, wie sie am Donnerstag mitteilte.

Ein Arzt aus Hessen hatte den jüdischen Geistlichen vergangenes Jahr angezeigt, da dieser Beschneidungen an neugeborenen männlichen Säuglingen nach jüdischem Ritus vornimmt.

Die Staatsanwaltschaft verwies auf die gesetzliche Neuregelung, die Beschneidung aus religiösen Gründen in Deutschland unter bestimmten Voraussetzungen weiter erlaubt.

Das Thema sorgte im vergangenen Jahr für Aufregung, nachdem ein Kölner Gericht die rituelle Beschneidung als Körperverletzung gewertet hatte. (dpa)

Topics
Schlagworte
Beschneidung (62)
Recht (11859)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Zeit für aggressive Maßnahmen

Viel Geschwätz, wenig Taten: Zeit für aggressive Weichenstellungen in der Diabetes-Prävention, meinen Fachleute. Sie fordern die Lebensmittel-Ampel und Steuern auf ungesunde Produkte. mehr »

Beim Thema Luftschadstoffe scheiden sich die Geister

Gesundheitliche Gefahren von Luftverschmutzung sehen Pneumologen vorrangig als ihr Thema an. Doch die Meinung der Fachärzte darüber ist nicht einhellig. Das zeigt sich auch im Vorfeld ihrer Fachtagung. mehr »

Patienten vertrauen auf Online-Bewertungen

In welche Praxis soll ich gehen? Ihre Entscheidung fällen Patienten zunehmend anhand von Online-Bewertungen – eine Chance für Ärzte, so eine neue Studie. mehr »