Ärzte Zeitung, 13.10.2009

Kommentar

Wird aus dem Tiger ein Bettvorleger?

Von Thomas Hommel

Noch verhandeln sie, die Gesundheitsexperten von CDU, CSU und FDP. Noch versucht jede Seite, den Eindruck zu erwecken, man werde keinen Deut nachgeben, wenn es um die Zukunft des umstrittenen Gesundheitsfonds geht. Doch wie immer der Kompromiss im Gesundheitsstreit am Ende auch ausfällt: Eine der beiden Seiten wird - gemessen an dem, was sie den Menschen im Wahlkampf versprochen hat - einknicken. Die Wahrscheinlichkeit, dass dies am Ende die FDP sein wird, wächst.

So ist von der ursprünglichen knallharten Forderung nach Abwicklung der Geldsammelstelle in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) nicht mehr viel übrig. Stattdessen sprechen die Gesundheits-Unterhändler der Liberalen, Philipp Rösler und Daniel Bahr, nur noch von Änderungen, die nötig seien, weil der Fonds, so wie er von der großen Koalition angelegt worden sei, nicht funktioniere.

Als Tiger gesprungen, als Bettvorleger geendet - so ließe sich die Wandlung der FDP beschreiben, sollte sie umfallen. Das wäre insofern schade, als der Fonds sicher nicht der Weisheit letzter Schluss ist. Das Instrument hat sich in der Wirtschaftskrise zwar bewährt. Eine Frage aber wird damit nicht gelöst: Wie kann die GKV angesichts steigender Ausgaben künftig noch solide finanziert werden?

Lesen Sie dazu auch:
Union und FDP verhandeln über Finanzrahmen für GKV
Schwarz-gelber Showdown für den Gesundheitsfonds Fonds

 

[14.10.2009, 00:14:18]
Albert Cuntze 
Warum sollte ein blau-gelber Tiger...
... im schwarz-gelben Koalitionsbett, wenn er mit seiner um verantwortlich-sittliches Handeln bemühten Tigerin hübsche Gesundheits-Tigerchen zeugen will, sie zur Tötung ihres in rot-schwarzer Sünde gezeugten Fonds-Monstrums zwingen?
Es dürfte leichter sein und mehr Freude machen, die Tigerin dafür zu gewinnen,
- erstens - die Monstrositäten ihres Kindchens operativ korrigieren und es unter neuer Aufsicht umerziehen zu lassen, und
- zweitens - ihm binnen 9 Monaten garantiert hübsche, weil von gemeinsamen Präimplantations-Experten sorgfältig diagnostizierte Geschwisterchen zu gebären, die dann ohne jährlich neue "Jahrhundertgesetze" auf Jahrzehnte leben und alle Welt durch ihr gesundes Wachstum erfreuen können!

Konkreteres dazu finden Sie unter
www.initiative-mehr-gesundheit.de
 zum Beitrag »

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

ALS ist mit Demenz eng verwandt

Stephen Hawking ist wohl der berühmteste Patient, der an Amyotropher Lateralsklerose leidet.Forscher haben nun herausgefunden, dass ALS und temporale Demenz eng verwandte Krankheitsbilder sind. Das könnte Einfluss auf das Diagnoseverfahren haben. mehr »

Innovationsfonds startet in die Versorgungsrealität

Der Innovationsfonds ist offiziell in die Umsetzungsphase gestartet. Die 300 Millionen Euro für das Jahr 2016 teilen sich 91 Versorgungs- und Forschungsprojekte. mehr »

Sind Computer bald die besseren Psychotherapeuten?

Immer mehr Online-Psychotherapien drängen auf den Markt. Die meisten sind weder besonders einfühlsam noch allzu intelligent. Dennoch sind die Erfolge erstaunlich. mehr »