Ärzte Zeitung, 04.03.2013

Kommentar zu Bundestagswahl

Wer hat Lust auf Reformen?

Von Florian Staeck

Nun fehlen noch die Volksparteien: Linke, FDP und zuletzt die Grünen haben Programme zur Bundestagswahl vorgelegt und bitten nun ihre Mitglieder um den Feinschliff.

Der Fokus könnte unterschiedlicher kaum sein. Da wollen die Linken die Kassen für "alle medizinisch notwendigen Leistungen" in die Pflicht nehmen, Kliniken sollen "bedarfsgerecht" finanziert werden.

Die Liberalen bieten mit Stichworten wie "mehr Kapitaldeckung", "Wahlfreiheit" und "leistungsgerechter Vergütung" für Ärzte und andere Gesundheitsberufe das Kontrastprogramm.

Auch das am Freitag vorgestellte Wahlprogramm der Grünen listet Wunschprojekte auf, ist bei den finanzträchtigen Versprechungen aber deutlich zurückhaltender.

Ob Gesundheitspolitik überhaupt zu einem Fokus des Wahlkampfs wird, darf bezweifelt werden. Vermutlich dürfte die Lust von SPD und CDU angesichts noch prall gefüllter Säckel bei Gesundheitsfonds und Kassen gebremst sein, das Volk offensiv mit einer großen GKV-Reformagenda zu beglücken.

82 Prozent der vom Allensbach-Institut kürzlich befragten 2100 Bürger fühlen sich im deutschen Gesundheitssystem gut bis sehr gut versorgt. Wer diesem Status quo mit großen Reformplänen entgegentritt, muss gute Argumente haben.

Lesen Sie dazu auch:
Grüner Wahlkampf: Bürgerversicherung als "Schlüsselprojekt"

[07.03.2013, 17:21:03]
waldemar Gutknecht 
Zum Artikel, wehr hat lust auf Reformen?
In diesem Fokus von Wunschprojekten der Parteien mit denen sie in die Wahlen ziehen wollen fehlt fehlt noch ein Wunschprojekt von der Beitragszahlergemeinschaft das auf Webseite www.gesund-ohne-schmarotzer.npage.de präsentiert wurde. ein Alternativmodel für das parasitäre K -Kassensystem, das laut der präsentation auf dieser Webseite das K -Kassensystem, gewinnbringend für alle kostengünstig ersetzen kann und das Status quo des deutschen Gesundheitssystem um einiges verbessern kann, das muss wohl ein ausreichend gutes Argument sein um eine große Reform in diesem Sinne durch zu führen.
Zeuys. zum Beitrag »

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

"Digitalisierung lässt sich nicht klein hoffen"

Die Digitalisierung lässt sich nicht aufhalten, die Ärzte sollten sich daher aktiv daran beteiligen, appellierte der Blogger Sascha Lobo auf dem Ärztetag. mehr »

Alle wichtigen Videos vom Ärztetag

Digitalisierung, Angst vor Veränderung, Wunschminister: Die Ärztezeitung fasst für Sie die wichtigen Themen des Ärztetags in kurzen Videos zusammen. mehr »

Massive Technik-Pannen behindern Ärztetag

Nicht einsehbare Anträge, verschobene Abstimmungen: Technische Probleme machen Delegierten und Journalisten gestern unmd heute auf dem Ärztetag arg zu schaffen. mehr »