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Modul: Eine migrationsmedizinische Herausforderung? Die ambulante Versorgung Geflüchteter

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Ärzte Zeitung online, 02.09.2015

Saarland

Gröhe lobt Einsatz für Flüchtlinge

ST. WENDEL. Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) hat am Mittwoch zwei Flüchtlingseinrichtungen im Saarland besucht. "Ich freue mich zu sehen, wie viel Engagement hier aufgebracht wird", sagte Gröhe vor Ort. Er lobte den Einsatz des medizinischen Personals und Betreuern.

Zukünftig könnte medizinisches Personal verstärkt aus den Reihen der Flüchtlinge rekrutiert werden: So sei es etwa besonders wichtig, Syrisch-sprachige Ärzte in die Flüchtlingsversorgung einzubinden. Konkrete Pläne dazu gebe es jedoch noch nicht.

Bei der Besichtigung einer Unterkunft für minderjährige Flüchtlinge in St. Wendel sowie einer Erstaufnahmeeinrichtung in Lebach hat Gröhe die Ministerpräsidentin des Saarlandes, Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU), begleitet.

Grüne fordern Gesetzesänderungen

Maria Klein-Schmeink, Gesundheitsexpertin der Grünen, sagte zu Gröhes Besuch: „Ich hoffe sehr, dass der Besuch einer Flüchtlingseinrichtung dazu beiträgt, dass Herr Gröhe den dringenden Handlungsbedarf erkennt, den wir in der medizinischen Versorgung von Asylsuchenden haben. Hilfsorganisationen berichten von menschenunwürdigen Situationen und erschütternden Fällen auch in gesundheitlich krisenhaften bis lebensgefährlichen Situationen."

Die Bundesregierung müsse bundesweit für eine gute und diskriminierungsfreie Gesundheitsversorgung aller Menschen sorgen, die Schutz vor Krieg und Verfolgung suchten, sagte Klein-Schmeink weiter.

Die Kosten müssten vom Bund getragen werden. Für die notwendigen gesetzlichen Änderungen böten sich die vielen Gesetzesvorhaben, wie etwa das E-Health-Gesetz oder das Krankenhausstrukturgesetz, an. (aze/jk/af)

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