Ärzte Zeitung, 06.10.2015

Sachsen

Versorgung von Flüchtlingen neu organisiert

DRESDEN. Sachsen will künftig in all seinen Großstädten die Erstuntersuchung für Flüchtlinge gewährleisten.

So soll ab Oktober eine entsprechende Stelle am St.-Georg-Krankenhaus in Leipzig eingerichtet werden, sagte Sozialministerin Barbara Klepsch (CDU). Bis vor kurzem waren nur Untersuchungen in Chemnitz möglich, seit September werden auch Erstuntersuchungen in der Zeltstadt in Dresden vorgenommen.

Derzeit leben rund 6000 Flüchtlinge in Sachsen, die noch keine Erstuntersuchung erhalten haben. Außerdem sollen in Leipzig und in Chemnitz Flüchtlingsambulanzen für eine medizinische Regelversorgung nach dem Vorbild der kürzlich in Dresden eingerichteten Praxis entstehen.

Dort betreibt die KV Sachsen seit Mitte September eine Ambulanz mit einer fest angestellten Ärztin und Dolmetschern. In den derzeit 33 Erstaufnahmeeinrichtungen sind zudem auch Impfsprechstunden geplant. (lup)

Topics
Schlagworte
Flüchtlinge (429)
Sachsen (390)
Organisationen
KV Sachsen (345)
Personen
Barbara Klepsch (29)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Neuroprothese lässt Gelähmten wieder zugreifen

Eine Neuroprothese ermöglicht einem Tetraplegiker, mit einer Gabel zu essen. Sein Hirn wird dabei per Kabel mit Muskeln in Arm, Hand und Schulter verbunden. mehr »

Mord und Totschlag in deutschen Kliniken?

Eine umstrittene Studie zu lebensbeendenden Maßnahmen in Kliniken und Pflegeheimen erhitzt die Gemüter. mehr »

Bruch mit dem deutschen Verordnungssystem?

Eine Gesetzesänderung ermöglicht Ärzten seit kurzem, Cannabis zulasten der Kassen zu verschreiben. Der Patient bezieht Cannabis aus der Apotheke. Das neue Rechtskonstrukt sehen viele aber als "Systembruch". mehr »