Ärzte Zeitung, 22.12.2009

Westfalen-Lippe -  wo versickert das Geld für die Region?

Die KV Westfalen-Lippe (KVWL) fordert eine Korridorlösung, um die großen Honorarunterschiede zwischen den Regionen zumindest teilweise auszugleichen. "Auf diese Weise werden im Krankenhausbereich die in den Ländern sehr unterschiedlichen Basisfallwerte zusammengeführt", sagt der KVWL-Vorsitzende Dr. Ulrich Thamer. Das zeige, dass es eine Lösung für solche Probleme gebe.

Die KVWL fordert eine stufenweise Angleichung zwischen den Geldströmen im morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleich der Krankenkassen und dem Honorar. "Es gibt morbiditätsbezogene zusätzliche Geldflüsse nach Nordrhein-Westfalen. Von ihnen kommt aber bei uns nichts an", sagt der KV-Vize-Vorstand Dr. Wolfgang-Axel Dryden. Es müssten die Rechtsgrundlagen dafür geschaffen werden, dass die Kassen die zusätzlichen Mittel auch dem ambulanten Sektor zur Verfügung stellen können.

Die Versicherten in Westfalen-Lippe und in Nordrhein, wo es vergleichbare Probleme gibt, zahlten schließlich dieselben Krankenversicherungsbeiträge wie Versicherte in anderen Bundesländern. Da sei es nicht nachzuvollziehen, dass die Ärzte für ihre Versorgung unterschiedlich viel Geld erhalten. "Für die Behandlung eines Diabetikers mit derselben Morbidität muss überall für die Ärzte dieselbe Vergütung herauskommen", sagt Dryden. Die KVWL wolle zwar den anderen KVen kein Geld wegnehmen, aber ein bundesweit einheitliches Versorgungsniveau müsse gewährleistet sein, sagt Dryden. "Wir fordern, dass die Gesamtvergütung der Morbiditäts-Verteilung angepasst wird."

Gemeinsam mit der KV Nordrhein und den großen Ärztenetzen des Landes will die KVWL die Landesregierung in die Pflicht nehmen, damit sie sich für eine größere Honorargerechtigkeit stark macht. "Die Landesregierung kann nicht einfach hinnehmen, dass die Bürger in NRW im Regelleistungsvolumen weniger ärztliche Leistungen bekommen als die Bürger in anderen Bundesländern", sagt Thamer. Ein Gespräch mit Vertretern der Ärzteschaft hat Ministerpräsident Jürgen Rüttgers bislang aber abgelehnt. (iss)

Inhalt Jahresendausgabe 2009
[22.12.2009, 11:04:52]
Dr. Horst - Aloysius Massing 
Wenn Generale weinen
Da weinen sich die westfälischen KV Generale mal wieder an der Brust ihrer Truppen aus. Das niedrigste Regelleistungsvolumen von 17 KV en haben sie selbst angerichtet.Immer gesagt, wie wichtig ein > hoher Punktwert < sei.Um Gottes Willen nicht alles anschreiben ! Der > Punkt wert < müsse hoch bleiben.Die treuen Westfalen folgten und wurden bei der bundesweiten Bedeu tung der > Punktzahl < kalt erwischt: Auf dem letzten Platz ! Nun soll sogar der arme Gesund heitsminister von NRW, Karl - Josef Laumann, ihre Fehler politisch ausbügeln. Jedenfalls werden Westfalens KV Generale von der ÄRZTEZEITUNG so zitiert.  zum Beitrag »

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

"Digitalisierung lässt sich nicht klein hoffen"

Die Digitalisierung lässt sich nicht aufhalten, die Ärzte sollten sich daher aktiv daran beteiligen, appellierte der Blogger Sascha Lobo auf dem Ärztetag. mehr »

Alle wichtigen Videos vom Ärztetag

Digitalisierung, Angst vor Veränderung, Wunschminister: Die Ärztezeitung fasst für Sie die wichtigen Themen des Ärztetags in kurzen Videos zusammen. mehr »

Massive Technik-Pannen behindern Ärztetag

Nicht einsehbare Anträge, verschobene Abstimmungen: Technische Probleme machen Delegierten und Journalisten gestern unmd heute auf dem Ärztetag arg zu schaffen. mehr »