Ärzte Zeitung online, 23.04.2011

Gentests an Embryonen: Rösler für begrenzte Zulassung

BERLIN (dpa). In die Debatte um die Präimplantationsdiagnostik (PID) hat sich jetzt auch Gesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) eingeschaltet. Er plädiert für eine eng begrenzte Zulassung der Gentests an Embryonen.

Er könne verstehen, dass viele zu einer engen, begrenzten Zulassung der PID neigten, um das Leid der betroffenen Eltern und des ungeborenen Lebens zu lindern, sagte Rösler der "Welt am Sonntag". "Dabei kann es aber nur ein streng legitimiertes Verfahren geben", betonte der FDP-Politiker.

Einerseits verstehe er die Haltung, dass der Mensch nicht in das Gottesgeschenk eines werdenden Kindes eingreifen solle, erklärte Rösler. "Das ist die reine Lehre."

Andererseits gebe es die Lebenswirklichkeit und damit die Möglichkeit einer Spätabtreibung. "Viele fragen sich: Warum soll man also durch künstliche Befruchtung erzeugte Embryos in klar definierten Fällen nicht auf Genfehler untersuchen können, bevor sie in die Gebärmutter eingepflanzt werden?"

Rösler sagte weiter, er wolle nicht, dass "aus Idealen der reinen Lehre Ideologien in der Lebenswirklichkeit werden".

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Gluten kann auch Reizdarm verursachen

Wenn Reizdarmpatienten, die nicht an Zöliakie leiden, über glutenabhängige Beschwerden klagen, kann das ein Noceboeffekt sein. Es kann sich aber um etwas anderes handeln. mehr »

Entlassmanagement krankt an schlechter Kommunikation

Kaum in Umlauf, gerät der Medikationsplan in die Kritik. Ärzte fordern, Webfehler im System zu beheben. mehr »

So hoch ist der Diabetiker-Anteil in den 16 Bundesländern

In Deutschland leben mehr Menschen mit Diabetes als bisher geschätzt: Inzwischen leidet rund jeder zehnte GKV-versicherte Bundesbürger an Diabetes. mehr »