AOK Pro Dialog

Ärzte Zeitung, 04.07.2014

Deh

Sachverständige treffen den Nerv der Versorgung

Das aktuelle Gutachten des Sachverständigenrates zur weiteren Gestaltung der Gesundheitsversorgung ist nach Auffassung des Geschäftsführenden Vorstands des AOK-Bundesverbandes, Uwe Deh, wegweisend.

"Dass bei der Lösungssuche nun der konkrete Bedarf der Patienten in den Mittelpunkt gestellt wird, ist genau richtig", so Deh. "Gerade wegen der regional stark variierenden Angebotssituation brauchen wir eine konsequente Ausrichtung am Bedarf der Bevölkerung."

Das neue Gutachten legt seinen Fokus auf regionale Unterschiede in der medizinischen Versorgung und schlägt etwa Lokale Gesundheitszentren zur Primär- und Langzeitversorgung vor.

[04.07.2014, 09:51:10]
Dr. Wolfgang P. Bayerl 
so,so: "der konkrete Bedarf der Patienten in den Mittelpunkt "
diesen Standardspruch kann ich kaum noch hören, schon gar nicht von der Krankenkasse, die bisher eigentlich identisch mit der Politik im Ergebnis nur an Kostensenkungsprogrammen gebastelt hat.
Allerdings verbunden, wie das Laien nun mal nicht lassen können, mit Genehmigung von allerhand unwirksamer "Alternativmedizin" auch von der AOK. Die Allokation von nun mal unbestritten begrenzten finanziellen Resourcen ist daher keineswegs strikt an der Effizienz von Krankheitsheilung orientiert, wie das eine solidarische Finanzierung durchaus verlangen darf.
Die Forderung nach "Gesundheitszentren" ist sicher eine primär zentralistisch-planwirtschaftliche Denkweise, die den Arzt lieber als Angestellten mit weiter eingeschränkten Entscheidungsbefugnissen sieht.
Die mediale Verpackung täuscht also mal wieder über den Inhalt, wobei die Gesundheit als primäres Ziel der Krankenkasse eigentlich wirklich im Vordergrund zu stehen hat.
In den im krassen Gegensatz zum niedergelassenen Arzt staatlich finanzierten Krankenhäusern erfolgt die gleiche Entwicklung der nicht primär ärztlich orientierten ökonomischen Denkweise, natürlich mit dem entgegengesetzten Ziel, sonst würden hier keine Aktiengesellschaften etc. einsteigen! zum Beitrag »

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Was neue Onkologika den Patienten tatsächlich bringen

Ist das Glas halb voll oder halb leer? Neue Onkologika haben die Überlebenszeit von Krebspatienten in den vergangenen zwölf Jahren im Schnitt um 3,4 Monate verlängert. Dieser Vorteil geht oft zulasten der Sicherheit. mehr »

Kassen und KBVdrücken aufs Tempo

Bisher trat die Selbstverwaltung bei der Digitalisierung eher als Bremser auf. Bei den Formularen geben KBV und Kassen jetzt Gas: Im Juli kommt der digitale Laborauftrag. mehr »

"Weiterbildung auch mit Kind zügig möglich - im Verbund!"

Eine strukturierte Weiterbildung, die auch mit Elternzeit nur sechs Jahre dauert? Das ist möglich, sagt Dr. Sandra Tschürtz. Die angehende Allgemeinmedizinerin steht vor ihrer Facharztprüfung – und blickt für die "Ärzte Zeitung" auf ihre Zeit in einem Weiterbildungsverbund zurück. mehr »