Ärzte Zeitung, 29.08.2014

Rheinland/Hamburg

Schulkinder immer seltener bei der Vorsorge

HAMBURG. Mit dem Eintritt in die Schule werden die wichtigen U-Untersuchungen für Kinder immer weniger genutzt. Dies zeigt eine Auswertung des aktuellen Gesundheitsreports der AOK Rheinland/Hamburg.

Während die Früherkennungsuntersuchungen bis zur U9 im Alter von etwa fünf Jahren durchschnittlich noch zu 90 Prozent genutzt werden, sinkt die Teilnahme an der U10 bei den sieben- bis achtjährigen Kindern auf 43,4 Prozent. Die Teilnahme an der U11 im Alter von neun bis zehn Jahren liegt sogar nur noch bei 36,7 Prozent.

Zu Beginn des neuen Schuljahres ruft die AOK Rheinland/Hamburg daher die Eltern zur Nutzung dieser U-Untersuchungen für ältere Kinder auf.Bei der U10 werden bei Kindern Entwicklungsstörungen wie Lese- oder Rechenschwierigkeiten oder die motorische Entwicklung untersucht.

Zudem wird festgestellt, ob sie Verhaltensstörungen wie beispielsweise ein Aufmerksamkeits-Defizit haben oder hyperaktiv sind.Bei der U11 wird unter anderem untersucht, ob die Schulleistungen mit der geforderten Stufe einhergehen oder ob Sozialisations- und Verhaltensstörungen vorliegen.

Zudem gibt der Kinder- und Jugendarzt Hilfestellungen und Tipps für ein gesundheitsbewusstes Verhalten durch Ernährungs-, Bewegungs-, Stress-, Sucht- und Medienberatung. (eb)

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[29.08.2014, 18:41:43]
Julius Augustin Hansen 
Dasselbe Bild zeigt sich in KÖLN
Solange die Politik der GKV keine anderen Vorgaben macht, ist kaum zu erwarten, dass Eltern, insbesondere in monatär benachteiligten Gruppen, die Kosten dieser beiden Früherkennungsuntersuchungen aus eigener Tasche bestreiten. Vielmehr noch empfinde ich den Anteil von 36 bzw. 43% eher ermutigend.  zum Beitrag »

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