Sonntag, 14. März 2010
20 Jahre Mauerfall – eine Sonderausgabe der Ärzte Zeitung
20 Jahre Mauerfall
Vor 20 Jahren strömten Menschen zu Tausenden aus der DDR in die westdeutschen Botschaften in Budapest und Prag. Hunderttausende demonstrierten in Leipzig und Berlin. Mit der Sonderausgabe „20 Jahre Mauerfall“ erinnert die „Ärzte Zeitung“ an die Zeit der Wende.

Ärzte und weitere Zeitzeugen berichten, wie sie den Weg in die Freiheit erlebt haben. Es sind Dokumente, die zeigen, dass es für Nostalgie keinen Grund gibt.

Die Ergebnisse – als Sonderbeilage am 9. November auch gedruckt erschienen - können Sie in den unten stehenden Artikeln nachlesen.

1. Für die allermeisten Deutschen ist der Fall der Mauer ein "Glücksfall der Geschichte"

[09.11.2009]  20 Jahre nach dem Fall der Mauer sehen zwei Drittel der Bundesbürger die deutsche Wiedervereinigung im Jahr 1990 alles in allem positiv. Beim Blick ins Portemonnaie aber murren noch viele. mehr»

2. "Am Ende stand eine antihumanistische Havarie"

[09.11.2009]  Eine schonungslose Analyse der Ursachen für die schlechte Gesundheit der Menschen in Ostblockstaaten veröffentlichte im Januar 1990 der tschechische Arzt Dr. Emil Ginter in der Zeitschrift "Verejnost". mehr»

3. Polens Ärzte im Gestrüpp der Bürokratie

[09.11.2009]  "Polnische Wirtschaft" - noch heute gilt dieses Schlagwort als despektierlich, obwohl es die aktuelle Lage des Landes sicher nicht mehr zutreffend charakterisiert. Das Schlagwort meint: Desorganisation und Mangelwirtschaft - für polnische Ärzte vor 20 Jahren ein alltägliches Ärgernis. mehr»

4. Der Raubbau an der Gesundheit

[09.11.2009]  Der real existierende Sozialismus pervertierte das idealistische Menschenbild des Kommunismus: Realität war ein ruinöser Umgang mit der Gesundheit der Menschen. "Mir ist vor kurzem zugetragen worden, dass in einer Geburtsklinik ein frisch geborenes Kind von einer Ratte aufgefressen worden ist." mehr»

5. Bei Krebserkrankungen trennen sich Ost und West

[09.11.2009]  Die langen Latenzzeiten sind der Grund dafür, dass bei einigen Krebsarten die Sterblichkeitsraten im Westen und Osten Deutschlands immer noch voneinander abweichen. Experten rechnen aber mit einer Angleichung. mehr»

6. Prinzipien, Finanzierung und Organisation des DDR-Gesundheitswesens

[09.11.2009]  Als Grundlage des Gesundheitswesens der DDR sehen die Gesundheitsökonomen Jürgen Wasem, Doris Mill und Jürgen Wilhelm die "Staatlichkeit der Strukturen" sowie eine "starke Gewichtung der Prophylaxe" in der medizinischen Betreuung. Angelehnt war das System an das der UdSSR. Es nahm aber auch mehr»

7. Liebe Leserin, lieber Leser,

[09.11.2009]  dass die Mauer gerade am 9. November 1989, heute vor 20 Jahren, durchlässig wurde, war ein Zufall - der Konfusion des für Medienarbeit zuständigen Politbüro-Mitglieds Günter Schabowski geschuldet. mehr»

8. Schabowskis Pressekonferenz am Abend des 9. November 1989

[09.11.2009]  Am Abend des 9. November 1989 gibt es eine Pressekonferenz mit Politbüro-Mitglied Günter Schabowski. Gegen Ende der Pressekonferenz, um 18.53 Uhr, holt Schabowski einen Zettel aus seiner Tasche, den er vor der Pressekonferenz von SED-Generalsekretär Egon Krenz bekommen hat, und liest stockend vor. mehr»

9. Die Mauer ist weg: Gleiche Chancen auf Gesundheit

[09.11.2009]  Die "Gesundheits-Einheit" ist noch nicht völlig vollendet. Das zeigt sich, wenn die soziale Situation der Bürger im Osten und im Westen mit ihrem gesundheitlichen Befinden abgeglichen wird. mehr»

10. Bleibe im Lande und wehre dich täglich

[09.11.2009]  Die Arztpraxis für Hautkrankheiten übernahm sie von ihrem Vater - und wurde Teil einer Notgemeinschaft der Niedergelassenen, die neben den staatlichen Einrichtungen, die Versorgung sicherten. Als ein Patient niedergeprügelt wurde, nahm sie an Friedensgebeten teil. mehr»