Ärzte Zeitung, 10.03.2008

Aphasiker rügen Sparkurs bei der Logopädie

WÜRZBURG (ras). Der Bundesverband für die Rehabilitation der Aphasiker hat bei einer Tagung in Würzburg den Krankenkassen vorgeworfen, bei der Finanzierung von Therapien "knausrig" zu sein.

Dies gelte vor allem für Patienten, die nach Schlaganfällen oder Hirntumoren oft jahrelange Hilfe von Ärzten und Stimmtherapeuten benötigen. Diese Kritik an Kassen erhob der Verbandsvorsitzende Heinz Terstegen vor über 600 Ärzten, Therapeuten, Angehörigen und Betroffenen bei der Fachtagung in Würzburg. Die Zahl der Betroffenen wird bundesweit auf 200 000 geschätzt, darunter etwa 3 000 Kinder.

Vor allem die Bezahlung von mehr Langzeitbehandlungen sei nötig, forderte Terstegen. Auch acht Jahre nach der Erkrankung zeigten sich noch Fortschritte, wenn Patienten logopädisch behandelt würden. Nur in seltenen Fällen wird jedoch eine so lange Behandlung bewilligt.

Der Bundesverband für Logopädie moniert zudem, dass zwischen Klinikaufenthalt nach dem Schlaganfall und der ersten logopädischen Therapie durchschnittlich 40 Tage vergehen. Wertvolle Zeit für den neuerlichen Spracherwerb gehe so verloren.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Zahl der Behandlungsfehler stagniert

Die neue Statistik der Bundesärztekammer liegt vor. Sie zeigt, wo die meisten Behandlungsfehler passierten und wie die Schlichterstelle meistens entschied. mehr »

Regelmäßiges Frühstück ist offenbar gut fürs Herz

Wer regelmäßig frühstückt, beugt damit offenbar kardiovaskulären Erkrankungen vor, berichtet die American Heart Association (AHA). mehr »

Sperma-Check per Smartphone-App

Millionen von Paaren weltweit wollen ein Kind, doch es klappt nicht. Die Ursachen liegen in etwa der Hälfte der Fälle beim Mann. Ein einfacher Test könnte Männern künftig die Untersuchung ihres Spermas erleichtern. mehr »