Ärzte Zeitung, 16.05.2008

Deutlich weniger Bundesbürger wechseln die Kasse

ESSEN/BERLIN (dpa). Die gesetzlich Versicherten wechseln deutlich seltener ihre Krankenkasse. Das ergab eine Umfrage der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung" (WAZ) unter den großen Versorgerkassen.

Bei einigen Kassen seien Kündigungen innerhalb eines Jahres um die Hälfte zurückgegangen. Die Kassen führten das auch auf die Gesundheitsreform zurück, die von 2009 an einen einheitlichen Beitragssatz für alle Kassen mit sich bringt.

Bei der DAK, Deutschlands nach Mitgliedern zweitgrößter Kasse, habe sich die Zahl der Kündigungen bis einschließlich April von 59 200 im Vorjahreszeitraum auf 29 400 mehr als halbiert. 50 Prozent weniger Abmeldungen verzeichne die AOK Rheinland-Pfalz, mit einem Beitragssatz von 15,5 Prozent eine der teuersten Kassen in Deutschland. Deutlich weniger Wechselbewegungen beobachteten auch günstigere Kassen.

Topics
Schlagworte
Krankenkassen (16133)
Organisationen
AOK (6864)
DAK (1459)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Generelle Landarztquote ist vom Tisch

Der Masterplan Medizinstudium 2020 ist in trockenen Tüchern. Länder können, müssen aber keine Zulassungsquote für Landärzte in spe festlegen. mehr »

Was neue Onkologika den Patienten tatsächlich bringen

Ist das Glas halb voll oder halb leer? Neue Onkologika haben die Überlebenszeit von Krebspatienten in den vergangenen zwölf Jahren im Schnitt um 3,4 Monate verlängert. Dieser Vorteil geht oft zulasten der Sicherheit. mehr »

Kassen und KBVdrücken aufs Tempo

Bisher trat die Selbstverwaltung bei der Digitalisierung eher als Bremser auf. Bei den Formularen geben KBV und Kassen jetzt Gas: Im Juli kommt der digitale Laborauftrag. mehr »