Ärzte Zeitung, 30.05.2008

Defizit versetzt Krankenkassennicht in Unruhe

Eine Milliarde Euro im Minus

FRANKFURT/MAIN (dpa). Trotz eines hohen Defizits im ersten Quartal 2008 haben die gesetzlichen Krankenkassen vor Panikmache mit Blick auf die Beitragssatzentwicklung gewarnt.

Das aktuelle Minus sei "nicht aussagefähig" und werde "im Laufe des Jahres ausgeglichen", sagte der Vorstandsvorsitzende der Barmer Ersatzkasse (BEK), Johannes Vöcking, der "Frankfurter Rundschau".

Allen 210 Krankenkassen gemeinsam fehlen in den ersten drei Monaten 2008 rund eine Milliarde Euro aus Beitragseinnahmen, rund 300 Millionen Euro mehr als im gleichen Vorjahreszeitraum. Im ersten Quartal schlügen "traditionell" relativ hohe Ausgaben zu Buche, sagte Vöcking. Auch werden Bundeszuschüsse in Höhe von 2,5 Milliarden Euro erst in den folgenden Quartalen überwiesen.

Auch die Innungskrankenkassen nennen den aktuellen Fehlbetrag "keine belastbare Grundlage für einen Ausblick auf das ganze Jahr. Wir sehen derzeit keinen Grund zur Beunruhigung oder zu Beitragssatzanhebungen", sagte IKK-Sprecher Joachim Odenbach der Zeitung.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Medikamente auch einmal beherzt absetzen!

Viele Ärzte scheuen sich, Medikamente abzusetzen - obwohl sie wissen, dass dies Patienten oft hilft. Neuseeländische Wissenschaftler haben zwei paradoxe Gründe dafür gefunden. mehr »

Geht's auch etwas modischer in der Klinik?

Unsere Bloggerin Dr. Jessica Eismann-Schweimler hat Verständnis für die Klinik-Kleidungsvorschriften. Doch mit ein klein wenig Fantasie könnte man auch den unvermeidlichen Kasack hübscher gestalten, meint sie. mehr »

Sport im Alter schützt vielleicht vor Demenz

Dass Sport nicht Mord bedeutet, wissen Forscher schon lange. Jetzt haben Alters- und Sportwissenschaftler messen können, wie Sport das Gehirn im Alter verändert. Dient Fitness als Demenzprävention? mehr »