Ärzte Zeitung, 16.06.2008

Volkswagen vor Trennung von Deutscher BKK

WOLFSBURG (cben). Der VW-Konzern will die deutsche BKK verlassen. "Die Volkswagen AG richtet ihre betriebliche Gesundheitspolitik neu aus", teilte der Auto-Konzern überraschend mit.

Erst Anfang 2003 war mit der Fusion von Volkswagen BKK und BKK Post die "Deutsche BKK" geschmiedet worden, die größte ihrer Art. Mit dem Austritt von VW würde die Kasse rund 100 000 VW-Angestellte inklusive Rentner von insgesamt rund einer Million Versicherten verlieren.

Die Deutsche BKK schweigt zu den Vorgängen. "Im Hintergrund laufen Gespräche", sagte eine Sprecherin zur "Ärzte Zeitung". Laut Zeitungsberichten will VW die Strukturen der BKK Fahrzeugtechnik Ebern (FTE), die ebenfalls von der Deutschen BKK geführt wird, nutzen, um eine neue VW-BKK zu schaffen.

Den Grund für den Austritt erklärte VW-Personalvorstand Horst Neumann, so: "Wir möchten unsere Nähe zur Belegschaft erhalten und ausbauen. Zur Neuausrichtung gehört eine erweiterte Gesundheitsversorgung der Mitarbeiter. Dabei wird eine enge Verzahnung mit einer maßgeschneiderten Krankenkasse helfen." Es gehe um "neue Möglichkeiten in der Leistungsgestaltung und Ressourcenverwendung,", hieß es.

Topics
Schlagworte
Krankenkassen (16457)
Organisationen
BKK (2105)
Volkswagen (131)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Im Sushi war der Wurm drin

Der Hinweis aufs Sushi brachte die Ärzte auf die richtige Spur. Statt den Patienten wegen Verdachts auf akutes Abdomen zu operieren, führten sie eine Gastroskopie durch. mehr »

Alle wichtigen Videos vom Ärztetag

Digitalisierung, Angst vor Veränderung, Wunschminister: Die Ärztezeitung fasst für Sie die wichtigen Themen des Ärztetags in kurzen Videos zusammen. mehr »

Importierte Infektionen führen leicht zu Diagnosefehlern

Wann muss ein Arzt für eine Fehldiagnose gerade stehen? In einem aktuellen Fall entschied das Oberlandesgericht Frankfurt gegen einen Arzt. mehr »