Ärzte Zeitung online, 04.07.2008

Länder für künstliche Befruchtung komplett auf Kassenkosten

BERLIN (dpa). Die Kosten für eine künstliche Befruchtung sollen nach dem Willen des Bundesrates wieder vollständig von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen werden.

Ein Antrag des Saarlands, Sachsens und Thüringens fand am Freitag die Unterstützung der Länderkammer. Mit dem Start der Gesundheitsreform Anfang 2004 war die Regelung zur Kostenübernahme für Kassenpatienten eingeschränkt worden. Dies entlastet die Kassen um rund 100 Millionen Euro im Jahr.

Seither beteiligen sie sich finanziell nur noch an drei Versuchen, sich einen Kinderwunsch durch künstliche Befruchtung zu erfüllen. Die betroffenen Paare werden zudem zur Hälfte an den Kosten beteiligt. Dadurch sank die Zahl der künstlichen Befruchtungen um bis zu 50 Prozent.

Die sächsische Sozialministerin Helma Orosz (CDU) sagte, Deutschland brauche dringend Nachwuchs. Dazu müssten "alle Mittel ausgeschöpft werden". Wegen der Einschränkung würden jährlich bis zu 10 000 Kinder nicht geboren.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Welche Stoffe in Energy-Drinks wirken auf Herz und Kreislauf?

Energy-Drinks haben eine durchschlagende Wirkung: Es kommt zu signifikanten Verlängerungen des QTc-Intervalls, und der systolische Blutdruck ist erhöht. Möglicherweise ist dafür nicht nur das Koffein verantwortlich. mehr »

Das war der Ärztetag 2017 in Bildern

Das war er nun, der 120 Ärztetag in Freiburg. Unsere Bildergalerie zeigt die schönsten, spannendsten Momente des viertägigen Kongresses. mehr »

Grünes Licht für GOÄ-Reformprozess

Der Deutsche Ärztetag hat den Verhandlungsführern für die GOÄ-Reform am Donnerstagabend grünes Licht für den weiteren Novellierungsprozess gegeben. mehr »