Ärzte Zeitung online, 27.08.2008

Ärzte bekräftigen Forderung nach deutlichem Honorar-Plus

BERLIN (dpa). Die Ärzte haben vor der nächsten Verhandlungsrunde über ihre Honorare an diesem Mittwoch ihre Forderungen bekräftigt. Sie müssten einen kräftigen Einkommenszuwachs erhalten, sagte der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Andreas Köhler, der "Süddeutschen Zeitung."

"Wir gehen an den Verhandlungstisch mit der klaren Erwartungshaltung, vom neutralen Schlichter ein deutlich verbessertes Angebot vorgelegt zu bekommen." Jeder niedergelassene Arzt müsse einen spürbaren Ausgleich für die seit mehr als zehn Jahren anhaltende Unterfinanzierung erhalten.

Derzeit beträgt das Budget für die 145 000 Kassenärzte und Psychotherapeuten rund 23 Milliarden Euro. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) verlangt mindestens 2,5 Milliarden Euro mehr. Einen früheren Schlichtervorschlag hatte sie abgelehnt und die Gespräche abgebrochen. Der Schlichter, der Gesundheitsökonom Jürgen Wasem, hat inzwischen 2,3 Milliarden Euro angeboten.

Der Verhandlungsführer des GKV-Spitzenverbandes, Johann-Magnus von Stackelberg, forderte die Ärzte in der Zeitung auf, weiter an den Gesprächen teilzunehmen. Die Entscheidung über die Arzthonorare solle am Verhandlungstisch fallen und nicht einfach der Politik überlassen werden, sagte er.

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