Ärzte Zeitung online, 08.09.2008

Neuer Trend Vampirzähne - Doch Anspitzen macht Zähne Karies-anfällig

MÜNSTER (dpa). Ein neuer Körperkult, bei dem die Eckzähne zu sogenannten Vampirzähnen angespitzt oder verlängert werden, alarmiert die Krankenkassen. Dabei wird der Zahnschmelz abgeschliffen und der Zahn Bakterien wehrlos ausgesetzt.

Die Zähne seien anfälliger für Karies und könnten beim Abbeißen abbrechen, so die Kaufmännische Krankenkasse (KKH) am Montag in Münster. "Bei künstlichen Zahnverlängerungen drohen unnatürliche Veränderungen des Kauverhaltens, Überbelastung, Kiefergelenkbeschwerden, Knochenabbau und Zahnverlust", warnte Uwe Starck von der KKH.

Die gesetzliche Krankenkasse müsse die Folgekosten nicht übernehmen, wenn sich jemand freiwillig diesen Risiken aussetze, betonte Stark. Der Versicherte müsse sich also der Gefahr hoher Eigenkosten bewusst sein, hieß es weiter.

"Das sind sicher keine Zahnärzte, die das machen, sondern das wird zum Beispiel als neues Angebot in Tattoo-Shops gemacht", sagte Uljana Klein von der Krankenkasse. Die Vampirzähne würden vor allem in der Gothic- und Grufti-Szene immer beliebter.

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