Ärzte Zeitung online, 11.11.2008

KKH warnt vor Kosten von 1,7 Milliarden Euro durch Hausarztmodelle

BERLIN (dpa). Die flächendeckende Einführung von Hausarztmodellen führt nach Einschätzung der Kaufmännischen Krankenkasse (KKH) zu Mehrkosten zulasten des Beitragszahlers in Milliardenhöhe.

"Wenn das Gesetz kommt, werden wir bei konservativer Betrachtung in der gesetzlichen Krankenversicherung mindestens 1,7 Milliarden Euro zusätzlich an die Ärzte überweisen müssen, ohne dass der Patient dies spüren kann", sagte KKH-Chef Ingo Kailuweit dem ARD-Politikmagazin "Report Mainz".

Nach einem jüngsten Gesetzesbeschluss müssen die Kassen bis Mitte nächsten Jahres Hausarztverträge abschließen. Wenn die Versicherten sich verpflichten, zuerst zum Hausarzt zu gehen, sollen sie Vergünstigungen und eine etwas bessere Versorgung bekommen. Das Gesundheitsministerium wies in der Sendung zurück, dass es zu solchen Ausgabensteigerungen kommt.

[11.11.2008, 17:11:45]
Helmut Karsch 
Hausarztverträge
Das die Kassen derzeit diesen Sachverhalt thematisieren, hängt sehr wohl mit den Kostengangkurven zusammen, die diese Veträge sehen werden. Solche Verträge werden sich nur rechnen, wenn sie billiger sind als die bestehende kollektive Lösung. Jenseits der zusätzlichen Administrationskosten die deutlich ausfallen werden, wird man sich Kassenseitig auf die 5D aus dem anglizistischen Sprachgebrauch stützen müssen. Denial, Delution, Deterrence,Deflektion,Delay
Nur wenn Krankenhauseinweisungen zurückgehen, Verordnungskosten sinken, die freie Arztwahl abgeschaft ist und die Überweisung zum Facharzt an strengste Indikationen gekoppelt wird, werden die erwünschten Effekte entstehen könnnen. Diese Verträge müssen sich selbst tragen. Deshalb haben die Schweizer sie wieder abgeschafft. Aber in der Wahrnehmungswelt von Frau Schmidt und Herr Knieps ist für die reale Welt kein Platz  zum Beitrag »

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