Ärzte Zeitung online, 28.11.2008

Krankenkassen erwarten Rekordsumme für Medikamenten-Mehrwertsteuer

HAMBURG (dpa). Die Krankenkassen erwarten für das kommende Jahr mit rund fünf Milliarden Euro eine Rekordausgabe für Mehrwertsteuer auf Medikamente. Dies ergibt sich nach Angaben der Techniker Krankenkasse (TK) vom Freitag aus der Prognose des Schätzerkreises beim Bundesversicherungsamt.

Dieser erwartet für das kommende Jahr Arzneimittelausgaben von mehr als 31 Milliarden Euro. Für das laufende Jahr rechnen die Schätzer mit rund 29 Milliarden Euro Ausgaben inklusive 4,6 Milliarden für die Mehrwertsteuer, wie die TK in Hamburg mitteilte.

In Deutschland wird auf Medikamente der volle Mehrwertsteuersatz von 19 Prozent erhoben, in anderen Ländern dagegen nur ein ermäßigter, etwa in Frankreich, Italien, Spanien, Portugal, Luxemburg und den Niederlanden.

"Würde auch Deutschland nur den ermäßigten Mehrwertsteuersatz von 7 Prozent erheben, wie er hierzulande zum Beispiel für Bücher oder Schnittblumen gilt, müssten die Kassen im kommenden Jahr über drei Milliarden Euro weniger Steuern bezahlen", teilte die TK mit. Das entspräche 0,3 Beitragssatzpunkten in der gesetzlichen Krankenversicherung.

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