Ärzte Zeitung, 02.12.2008

Zahl der Verletzungen bei Stürzen gestiegen

KÖLN (iss). Die DAK in Nordrhein-Westfalen verzeichnet einen starken Anstieg der Schenkelhalsbrüche bei Senioren. Im ersten Quartal 2008 betrug die Zahl der Fälle unter ihren Versicherten 770, verglichen mit 672 im ersten Quartal 2005.

Die Schenkelhalsfraktur gehöre zu den kostenintensivsten Diagnosen im Krankenhaus, so die Kasse. "Angesichts der immer älter werdenden Bevölkerung ist die Sturz-Vorsorge für ältere Menschen ein zentrales Thema", sagte DAK-Landeschef Hans-Werner Veen.

Er verweist auf eine Studie der DAK in Bayern, nach der gezielte Vorsorgemaßnahmen die Gefahr eines Bruchs erheblich eindämmen können. Helfen würden zum Beispiel Stabilitätsübungen, das Tragen von Hüftprotektoren oder Informationen über Sturz-Gefahren im Alltag.

Die Ärztekammer Nordrhein hat bereits im Jahr 2002 die Initiative "Gesund und mobil im Alter" ins Leben gerufen, bei der die Vermeidung von Stürzen und sturzbedingten Verletzungen im Mittelpunkt steht. Dazu gehört ein Projekt zur Prävention von Stürzen in stationären Alteneinrichtungen, das von den Betriebskrankenkassen gefördert wird.

Gleichzeitig hat die Ärztekammer Nordrhein eine Broschüre zum Thema herausgegeben. Das Heft richtet sich vor allem an Ärztinnen und Ärzte sowie an Fachkräfte aus dem Gesundheits- und Sozialwesen, die in der Altenpflege arbeiten.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Was neue Onkologika den Patienten tatsächlich bringen

Ist das Glas halb voll oder halb leer? Neue Onkologika haben die Überlebenszeit von Krebspatienten in den vergangenen zwölf Jahren im Schnitt um 3,4 Monate verlängert. Dieser Vorteil geht oft zulasten der Sicherheit. mehr »

Kassen und KBVdrücken aufs Tempo

Bisher trat die Selbstverwaltung bei der Digitalisierung eher als Bremser auf. Bei den Formularen geben KBV und Kassen jetzt Gas: Im Juli kommt der digitale Laborauftrag. mehr »

"Weiterbildung auch mit Kind zügig möglich - im Verbund!"

Eine strukturierte Weiterbildung, die auch mit Elternzeit nur sechs Jahre dauert? Das ist möglich, sagt Dr. Sandra Tschürtz. Die angehende Allgemeinmedizinerin steht vor ihrer Facharztprüfung – und blickt für die "Ärzte Zeitung" auf ihre Zeit in einem Weiterbildungsverbund zurück. mehr »