Ärzte Zeitung online, 19.02.2009

Grüne gegen Pläne zur Absetzbarkeit von Kassenbeiträgen

BERLIN (dpa). Der Beschluss des Bundeskabinetts zur besseren steuerlichen Absetzbarkeit von Krankenversicherungsbeiträgen stößt bei den Grünen auf Kritik.

"Es hilft eigentlich nur den gut verdienenden Bürgern", sagte die Finanzexpertin der Bundestagsfraktion, Christine Scheel, der am Donnerstag erscheinenden "Augsburger Allgemeinen". Besonders absurd sei, dass gerade die kleinen Einkommen von der Steuerentlastung fast nichts abbekommen, "obwohl gerade sie von hohen Krankenversicherungsbeiträgen am meisten betroffen sind." Sie fordert deshalb Korrekturen zugunsten der Bezieher niedriger Einkommen.

Das vom Kabinett beschlossene Gesetz bringt vom 1. Januar 2010 an Entlastungen von etwa 9,3 Milliarden Euro jährlich (wir berichteten). Begünstigt sind nach Angaben des Bundesfinanzministeriums rund 80 Prozent aller steuerbelasteten Beschäftigten. Auch Selbstständige und Beamte würden "erheblich" entlastet.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Adiopositas-Op nötig, aber Kasse will nicht zahlen

Wenn der Antrag eines Adipositas-Patienten auf eine bariatrische Operation abgelehnt wird, bringt das Ärzte in eine schwierige Situation. Denn oft verschlechtert sich der Zustand des Betroffenen. mehr »

9 wichtige Forderungen, Analysen, Informationen

Fleißige Delegierte: In Freiburg wurde wieder eine große Palette an Themen abgearbeitet. mehr »

Immer mehr Nichtraucher erkranken an Lungenkrebs

In US-Kliniken tauchen immer häufiger Nichtraucher mit Lungenkrebs auf, vor allem Frauen sind betroffen. Das könnte am Passivrauchen liegen. mehr »