Ärzte Zeitung online, 07.04.2009

Kassen schlagen Abschlag für Ärzte bei Betrug vor

BERLIN (dpa). Die Krankenkassen haben einen generellen Abschlag bei der Bezahlung niedergelassener Ärzte für den Fall massiver Diagnose-Betrügereien vorgeschlagen. Hintergrund ist, dass die Krankenkassen für chronisch kranke Mitglieder mehr Geld aus dem Gesundheitsfonds bekommen als für Mitglieder, die nicht chronisch krank sind.

"Diese Idee halte ich für richtig", sagte die Vorsitzende des Spitzenverbands der gesetzlichen Krankenversicherung, Doris Pfeiffer, der "Zeit". "Aber deswegen darf beim Nachweis der Diagnose nicht betrogen werden."

Wenn das ein Problem werden sollte, müsste man die niedergelassenen Ärzte intensiv kontrollieren, so die Verbandschefin. Bei unberechtigten Steigerungen durch veränderte Diagnosen gebe es "noch ein Gegenmittel", so Pfeiffer. Sie erläuterte: "Für die Krankenhäuser wurde mit der Einführung eines ähnlichen Abrechnungssystems ein genereller Abschlag eingeführt."

In den vergangenen Wochen wurde immer wieder kritisiert, dass einige Diagnosen frisiert oder für Versicherte bestimmter Kassen gründlicher als für andere erstellt würden.

Jürgen Graalmann, Vizevorsitzender des AOK-Bundesverbandes, sagte: "Manipulationen sind zu sanktionieren." Grundsätzlich lobte aber auch er den seit Anfang 2009 geltenden Finanzausgleich, der sich am Krankheitsbild der Versicherten orientiert. Seither konzentriere sich der Wettbewerb zwischen den Kassen auf Qualität und Wirtschaftlichkeit statt auf die Jagd nach Gesunden.

[09.04.2009, 12:59:33]
Dr. Wolfram Debusmann 
massive??? betrügereien
wer stellt nun fest,was massiv sein soll.etwa die(????)krankenkassen?die wollen immer nur anprangern.
ich habe noch im ohr,daß die angestellten dieser krankenkassen sagten:der arzt schreibt ihnen alles auf,was sie brauchen.aber der patient kommt mit einer großen liste,was er haben will(nicht,was er braucht).und kein angestellter dieser kassen hat diese aussage je schriftlich gegeben.so wir immer nur angeprangert,verdächtigt,mit worten
geschossen--es bleibt ja immer was hängen.
es ist zum kotzen mit diesen aussagen....... zum Beitrag »

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Körperlich aktive Kinder werden seltener depressiv

Bewegen sich Kinder viel, entwickeln sie in den kommenden Jahren seltener depressive Symptome. Viel körperliche Aktivität könnte daher präventiv wirken. mehr »

Generelle Landarztquote ist vom Tisch

Der Masterplan Medizinstudium 2020 ist in trockenen Tüchern. Länder können, müssen aber keine Zulassungsquote für Landärzte in spe festlegen. mehr »

Star Trek und die Ethik der Medizin

Ärztliche Fortbildung sind immer dröge Veranstaltungen? Eine Veranstaltung in Frankfurt ist der medizinethischen Wertewelt von Raumschiff Enterprise auf den Grund gegangen - und zeigt, was Ärzte aus der Serie lernen können. mehr »