Ärzte Zeitung online, 23.04.2009

Kasse muss gepolsterte Unterhosen nicht zahlen

KASSEL (dpa). Kassenpatienten haben keinen Anspruch auf gepolsterte Unterhosen zum Schutz vor Hüftschäden. Das hat das Bundessozialgericht in Kassel am Mittwoch entschieden und damit einen zehnjährigen Rechtsstreit beendet.

Der Vorstoß scheiterte zwar, jedoch vor allem aus formalen Gründen. Der Vertreiber hatte die sogenannten Hüftprotektoren in die Hilfsmittelliste der Krankenkassen aufnehmen lassen wollen, weil sich mit den Unterhosen Frakturen der Hüfte und des Oberschenkels vermeiden ließen. Die obersten Sozialrichter Deutschlands empfahlen jetzt, eine Kostenübernahme durch die Pflegekassen prüfen zu lassen. Für eine solche Entscheidung des Gerichts hätten allerdings zu wenig Informationen vorgelegen.

Die Hüftprotektoren beginnen mit Unterhosen für knapp 35 Euro, die an der Seite runde Polster haben. Es gibt aber auch breite Wickel für 70 Euro, die die Hüften komplett polstern. Damit sollen Frakturen gerade bei älteren Leuten verhindert werden. "Diese Hilfsmittel könnten durchaus sinnvoll sein", sagte der Vorsitzende Richter. Den Antrag auf Zulassung müsse jedoch der Hersteller - in diesem Fall aus Dänemark - stellen, und nicht der Vertreiber.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Körperlich aktive Kinder werden seltener depressiv

Bewegen sich Kinder viel, entwickeln sie in den kommenden Jahren seltener depressive Symptome. Viel körperliche Aktivität könnte daher präventiv wirken. Offenbar fällt es aber schon Kindern schwer, ihre Bewegungsmuster zu ändern. mehr »

Star Trek und die Ethik der Medizin

Ärztliche Fortbildung sind immer dröge Veranstaltungen? Eine Veranstaltung in Frankfurt ist der medizinethische Wertewelt von Raumschiff Enterprise auf den Grund gegangen - und zeigt, was Ärzte aus der Serie lernen können. mehr »

Generelle Landarztquote ist vom Tisch

Der Masterplan Medizinstudium 2020 ist in trockenen Tüchern. Länder können, müssen aber keine Zulassungsquote für Landärzte in spe festlegen. mehr »