Sonntag, 12. Februar 2012
Ärzte Zeitung, 04.11.2009

Techniker Kasse bezahlt Therapie mit dem Gamma Knife

HANNOVER (cben). Als erste gesetzliche Krankenkasse hat die Techniker Krankenkasse (TK) mit dem Gamma Knife Center Hannover einen bundesweit gültigen Versorgungsvertrag geschlossen.

TK-Versicherte mit einem Hirntumor können sich ab sofort im einzigen interdisziplinären Zentrum für Radiochirurgie und Strahlentherapie in Norddeutschland mit dem vier Millionen Euro teuren Gamma Knife (Strahlenmesser) behandeln lassen. Die Kasse übernimmt die Kosten für diese vergleichsweise schonende Therapie. "Wir kombinieren mit diesem Versorgungskonzept Sicherheit und Innovation für unsere Versicherten und ermöglichen ihnen damit, am medizinischen Fortschritt teilzunehmen", erklärt Ernst Thiel, Leiter der TK-Landesvertretung Niedersachsen.

Mit dem Gamma Knife können Patienten mit Hirntumoren therapiert werden, ohne dass der Kopf geöffnet werden muss. Der Einsatz sei bei Hirnmetastasen, Meningeomen, Akustikusneurinomen, Hypophysenadenomen und Angiomen geeigneter als die mehrwöchige Bestrahlung. Die Gamma-Knife-Bestrahlung zerstöre den Tumor komplett, hieß es. Bundesweit gibt es nur drei weitere Zentren für diese Therapie.

| Share

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Top-Meldungen

Neue Ära in der Schlaganfall-Therapie?

Ein neuartiges Therapieverfahren weckt große Hoffnungen bei der Behandlung von akutem Schlaganfall. Jetzt hat es sich in Studien und auch in der Praxis bewährt. Experten jubeln: Die neue Methode wird die Schlaganfall-Therapie grundsätzlich verändern! mehr »

112 - Heute ist Europäischer Notruf-Tag

Nur etwa jeder vierte Europäer kennt die EU-weite Notrufnummer 112. Das geht aus einer Umfrage hervor, die die EU-Kommission in Brüssel anlässlich des Europäischen Notruf-Tags vorgestellt hat. Die Notrufnummer 112 ist rund um die Uhr und kostenfrei in Europa erreichbar. mehr »

Streit um frühe Nutzenbewertung eskaliert

Der Verband forschender Arzneimittelhersteller (vfa) hat das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWIG) scharf kritisiert. Das Institut missachte Standards der evidenzbasierten Medizin. Das IQWIG kontert: Die Vorwürfe sind unsachlich. mehr »