Ihre Meinung ist gefragt: Machen Sie bei unserer Online-Umfrage mit!

Ärzte Zeitung, 06.01.2010

Regierung winkt ab bei Prognosen über Zusatzbeiträge

BERLIN (fst). "In den nächsten Wochen" wird sich nach Auskunft der Bundesregierung herausstellen, ob Krankenkassen 2010 "in begrenztem Umfang" Zusatzbeiträge erheben müssen. In vielen Fällen könne dies durch den um 3,9 Milliarden Euro erhöhten Bundeszuschuss zur GKV vermieden werden, heißt es in der Antwort auf eine Anfrage der Grünen-Fraktion.

Die Grünen kritisieren, dass sich die Regierung über den Umfang von Zusatzbeiträgen "ahnungslos gibt". Angesichts des voraussichtlichen GKV-Defizits von 7,5 Milliarden Euro bleibe eine Finanzierungslücke von 3,5 Milliarden Euro. Damit ergebe sich für jeden Beitragszahler rechnerisch ein Zusatzbeitrag von 75 Euro pro Jahr oder sechs Euro monatlich.

Betroffen sein davon würden vor allem die etwa drei Millionen Beschäftigten mit weniger als 800 Euro beitragspflichtigem Einkommen pro Monat. Denn diese Gruppe müsse dann mehr als ein Prozent ihres Einkommens für den Zusatzbeitrag aufbringen, kritiesieren die Grünen. Daher sei die Überforderungsgrenze "fehlkonstruiert".

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Werden europäische Männer immer unfruchtbarer?

Männern haben immer weniger Spermien. Direkte Rückschlüsse auf Fruchtbarkeit erlaubt das nicht – es könnte aber nur die Spitze eines Eisbergs gesundheitlicher Probleme sein. mehr »

Psychotherapie soll künftig Unifach werden

Ein einheitliches Berufsbild, Studium an der Uni. Die Psychotherapeutenausbildung steht vor umwälzenden Veränderungen. Kritiker vermissen beim Entwurf aber Konkretes zum Thema Weiterbildung. mehr »

Ist die menschliche Entwicklung am Ende?

Über Hunderttausende von Jahren ist der Mensch zu dem geworden, was er heute ist. Und nun? Ein Grimme-Preisträger fragt sich, ob Unsterblichkeit erstrebenswert ist und wohin uns die Evolution führen wird - oder kann der Mensch sie austricksen? mehr »