Ärzte Zeitung, 13.01.2010

Nach Fusion will IKK classic keine Zusatzbeiträge erheben

Aus vier mach eins: Mit der IKK classic entsteht die größte deutsche Innungskrankenkasse.

ERFURT (bee). Als Kasse mit "solidem finanziellen Fundament" bezeichnete der künftige Vorstandsvorsitzende Gerd Ludwig den Zusammenschluss von vier Innungskrankenkassen zur IKK classic in Erfurt. Die vier ehemaligen IKKen aus Sachsen, Thüringen, Baden-Württemberg und Hessen haben nun zusammen unter dem Namen IKK classic rund 1,8 Millionen Versicherte.

Dem Verwaltungsrat wird der 62-jährige Jurist Manfred Hoff vorsitzen, der bereits seit 2006 die IKK Baden-Württemberg und Hessen leitet. Sein Stellvertreter ist der 51-jährige Matthias Triemer, der seit 2002 dem Verwaltungsrat der IKK Sachsen vorsitzt. Juristischer Standort der neuen Kasse wird Dresden. In Sachsen hat die Kasse nach eigenen Angaben einen Marktanteil von 14,4 Prozent. Weitere Hauptverwaltungen sind in Erfurt, Wiesbaden, Ludwigsburg und Hamburg.

Vorstandsvorsitzender Ludwig kündigte an, dass die IKK im Jahr 2010 keine Zusatzbeiträge von den Versicherten erheben werde. Ludwig ist seit 2000 alleiniger Vorstand der IKK Sachsen. Zusammen mit Ludwig bilden Frank Hippler, bisheriger Vorstand der IKK Thüringen, und Albrecht Mayer, bisheriger Geschäftsführer der IKK Esslingen-Göppingen, das Führungs-Trio.

Der Zusammenschluss erfolge ohne wirtschaftlichen Druck, betonte Sprecherin Franziska Becher im Gespräch mit der "Ärzte Zeitung". "Aus einer guten wirtschaftlichen Lage heraus konnten wir im vergangenen Sommer die Gespräche beginnen", sagte Becher.

Das Netz aus rund 180 Geschäftsstellen in Baden-Württemberg, Hamburg, Hessen, Sachsen und Thüringen soll erhalten bleiben, so die IKK classic. Auch einen Abbau von Personal solle es nicht geben, wobei die Zusammenlegung einiger Bereiche noch nicht vollzogen ist.

Topics
Schlagworte
Krankenkassen (16602)
Organisationen
IKK (846)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Langes Arbeiten kann tödlich sein

Eine lange Wochenarbeitszeit erhöht das Risiko für Herzerkrankungen und Krebs. Forscher konnten die Stundenzahl sogar exakt angeben, ab der sich das Risiko stark erhöht. mehr »

Ausschuss reißt Frist des Gesetzgebers

Das neue Qualitätsmaß für Pflegeheime gerät in Verzug. Eine Studie bietet eine Alternative an. mehr »

Jeder dritte Demenz-Fall vermeidbar

Finge die Demenz-Prävention bereits in der Kindheit an, könne die Krankheit bei einem Drittel aller Erwachsenen verhindert werden – so eine Studie. mehr »