Ärzte Zeitung online, 03.02.2010

Rösler: Bei Zusatzbeitrag über Kassenwechsel nachdenken

BERLIN (hom). Gesetzlich Krankenversicherte, denen ein Zusatzbeitrag droht, sollten nach Ansicht von Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) über einen Wechsel ihrer Krankenkasse nachdenken.

"Ein Wechsel lohnt sich in jedem Fall", sagte Rösler am Mittwoch vor Journalisten in Berlin. Es gebe eine Reihe von Krankenkassen, die angekündigt hätten, im laufenden Jahr ohne einen Zusatzbeitrag auszukommen. Versicherte sollten sich daher das "Preis-Leistungs-Verhältnis" der einzelnen Kassen genau anschauen, so Rösler.

Die Krankenkassen selber seien gesetzlich dazu verpflichtet, erst Effizienzreserven zu prüfen, bevor sie einen Zusatzbeitrag bei ihren Versicherten einfordern. Es gehe darum, "unnötige Belastungen von den Patienten fernzuhalten", betonte Rösler.

Er bekräftige erneut die Absicht der Bundesregierung, das Gesundheitssystem auf eine andere Finanzierungsgrundlage zu stellen. "Insgesamt weisen diese neuerlichen Zusatzbeiträge darauf hin, dass es nach wie vor dringend notwendig ist, das System zu verändern, das System zu verbessern."

Zuletzt hatten mehrere Krankenkassen Zusatzbeiträge für ihre Versicherten angekündigt. Die meisten planen ein Extra-Obolus in Höhe von acht Euro. Erstmals kündigten aber auch einige Krankenkassen an, mehr als acht Euro Zusatzbeitrag erheben zu wollen, darunter die BKK Westfalen-Lippe und die BKK für Heilberufe (wir berichteten).

Topics
Schlagworte
Krankenkassen (16146)
Organisationen
BKK (2075)
Personen
Philipp Rösler (1035)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

ALS ist mit Demenz eng verwandt

Stephen Hawking ist wohl der berühmteste Patient, der an Amyotropher Lateralsklerose leidet.Forscher haben nun herausgefunden, dass ALS und temporale Demenz eng verwandte Krankheitsbilder sind. Das könnte Einfluss auf das Diagnoseverfahren haben. mehr »

Innovationsfonds startet in die Versorgungsrealität

Der Innovationsfonds ist offiziell in die Umsetzungsphase gestartet. Die 300 Millionen Euro für das Jahr 2016 teilen sich 91 Versorgungs- und Forschungsprojekte. mehr »

Sind Computer bald die besseren Psychotherapeuten?

Immer mehr Online-Psychotherapien drängen auf den Markt. Die meisten sind weder besonders einfühlsam noch allzu intelligent. Dennoch sind die Erfolge erstaunlich. mehr »