Ärzte Zeitung online, 23.04.2010

Rabattverträge: AOK will bei zwölf Wirkstoffen weitere 200 Millionen Euro einsparen

BERLIN (ddp). Arznei-Rabattverträge, fünfte Runde: Mit zwölf Wirkstoffen aus dem patentfreien Arzneimittelmarkt möchte die AOK ab Oktober 2010 weitere 200 Millionen Euro während der Vertragslaufzeit über zwei Jahre einsparen. Die mittlerweile fünfte Rabattofferte der AOK ist seit dem 22. April im Supplement zum Amtsblatt der Europäischen Union abrufbar.

"Die Pharmaunternehmen haben nun bis zum 7. Juni 2010 die Möglichkeit, ihre Angebote einzureichen. Das Umsatzvolumen der zwölf Wirkstoffe, darunter auch der umsatzstarke Blutgerinnungshemmer Clopidogrel, lag 2009 im bundesweiten AOK-System bei 280 Millionen Euro", sagt Dr. Christopher Hermann, Vorstandsvize der AOK Baden-Württemberg, in seiner Funktion als Chefunterhändler der AOK-Rabattverträge. Mit der insgesamt fünften Ausschreibung setzt Hermann das Erfolgsmodell zur besseren Kostensteuerung im Arzneimittelbereich fort.

"Mit keinem wettbewerblichen Instrument konnten bisher so hohe Einsparungen im Gesundheitswesen erzielt werden wie mit den Rabattverträgen. Die Zahlen sprechen eine eindeutige Sprache: Wir werden bis Ende des Jahres die Milliardenmarke geknackt haben", bilanziert Hermann die seit 2007 laufenden Verträge.

Die letzte Tranche für die Jahre 2010 bis 2012 begann im April dieses Jahres, einschließlich der dritten Runde (Laufzeit bis Mai 2011) sind derzeit damit insgesamt 143 ausgeschriebene Wirkstoffe mit einem Ausgabevolumen von 3,5 Milliarden Euro im AOK-System rabattiert.

www.aok.de

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Antibiotika gegen Rückenschmerzen

Verursachen Bakterien heftige Bandscheiben-Beschwerden? Für Forschungen zur Behandlung von Rückenschmerzen mit Antibiotika wurde jetzt der Deutschen Schmerzpreis verliehen. mehr »

QuaMaDi wird fortgesetzt

Aufatmen im Norden: KV und Kassen haben sich auf den Fortbestand des Brustkrebsfrüherkennungsprogramm QuaMaDi geeinigt. mehr »

Ethikrat sucht nach dem goldenen Mittelweg

Wann ist eine medizinische Zwangsbehandlung fürsorglicher Schutz, wann ein unangemessener Eingriff? Diesen Fragen widmet sich aktuell der Deutsche Ethikrat. mehr »