Ärzte Zeitung, 16.06.2010

KKH-Allianz zahlt für Tonsillotomie bis zu 800 Euro

FRANKFURT/MAIN (ine). Ein neuer Vertrag soll die Qualität in der Versorgung von Kindern mit vergrößerten Gaumenmandeln verbessern. Die KV Hessen und die KKH-Allianz wollen damit nach eigenen Angaben eine Versorgungslücke schließen.

Bundesweit leiden etwa drei bis fünf Prozent aller Kinder an vergrößerten Mandeln. Die Tonsillotomie ist derzeit nicht Bestandteil des Leistungskatalogs der GKV. Für Eltern betroffener Kinder bedeutet das, dass sie die Kosten für einen solchen Eingriff selbst tragen müssen. Viele Eltern verzichten deshalb nach Möglichkeit auf eine OP, in einigen Fällen wird auch eine komplette Mandelentfernung vorgenommen. Der Vertrag nach Paragraf 73 c SGB V vergütet nun hessischen HNO-Ärzten die ambulante Operation mit 600 bis 800 Euro. Zum Vergleich: Die komplette Entfernung der Mandeln würde in Krankenhäusern bis zu 2000 Euro kosten.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Langes Arbeiten kann tödlich sein

Eine lange Wochenarbeitszeit erhöht das Risiko für Herzerkrankungen und Krebs. Forscher konnten die Stundenzahl sogar exakt angeben, ab der sich das Risiko stark erhöht. mehr »

Ausschuss reißt Frist des Gesetzgebers

Das neue Qualitätsmaß für Pflegeheime gerät in Verzug. Eine Studie bietet eine Alternative an. mehr »

Jeder dritte Demenz-Fall vermeidbar

Finge die Demenz-Prävention bereits in der Kindheit an, könne die Krankheit bei einem Drittel aller Erwachsenen verhindert werden – so eine Studie. mehr »