Ärzte Zeitung, 21.06.2010

Krankenstand im Nordosten hat deutlich zugelegt

SCHWERIN (di). Der Krankenstand in Mecklenburg-Vorpommern ist 2009 auf 4,2 Prozent gestiegen (2008: 3,9 Prozent) und liegt deutlich über dem Bundesniveau von 3,4 Prozent.

"Wir verzeichnen bereits das dritte Jahr in Folge eine Steigerung. 2009 gab es rund 15 Prozent mehr Krankmeldungen als 2006", sagte DAK-Landeschefin Regina Schulz. "Insbesondere Atemwegsinfekte trieben 2009 den Krankenstand hoch". In Mecklenburg-Vorpommern fehlte ein DAK-Versicherter durchschnittlich 15,3 Tage in 2009 (2008: 14,2 Tage).

Auch Fehltage aufgrund von psychischen Krankheiten legten 2009 im Vergleich zum Vorjahr mit neun Prozent überproportional zu. Etwa jeder zwölfte krankheitsbedingte Fehltag wird durch sie verursacht. "Psychische Krankheiten können verschiedene Gründe haben. Die moderne Arbeitswelt ist zunehmend mit chronischem Stress verbunden und stellt einen ernsthaften Risikofaktor für psychische Krankheiten dar", sagte Schulz.

Die Branchen mit den niedrigsten Krankenständen waren 2009 die Bildung, Kultur und Medien, Handel und das Baugewerbe mit jeweils 3,9 Prozent. Den höchsten Krankenstand weisen 2009 die Branchen Öffentliche Verwaltung und das Gesundheitswesen mit jeweils 4,3 Prozent auf. Im Vergleich zum Vorjahr ist der Krankenstand im Gesundheitswesen um 0,2-Prozentpunkte gestiegen.

Topics
Schlagworte
Krankenkassen (16326)
Berufspolitik (17123)
Organisationen
DAK (1484)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Antibiotika gegen Rückenschmerzen

Verursachen Bakterien heftige Bandscheiben-Beschwerden? Für Forschungen zur Behandlung von Rückenschmerzen mit Antibiotika wurde jetzt der Deutschen Schmerzpreis verliehen. mehr »

QuaMaDi wird fortgesetzt

Aufatmen im Norden: KV und Kassen haben sich auf den Fortbestand des Brustkrebsfrüherkennungsprogramm QuaMaDi geeinigt. mehr »

Ethikrat sucht nach dem goldenen Mittelweg

Wann ist eine medizinische Zwangsbehandlung fürsorglicher Schutz, wann ein unangemessener Eingriff? Diesen Fragen widmet sich aktuell der Deutsche Ethikrat. mehr »