Ärzte Zeitung online, 21.06.2010

CDU-Gesundheitspolitiker: Zusatzbeiträge steigen

BERLIN (dpa). Auf die Versicherten der gesetzlichen Krankenkassen kommen höhere Kosten zu. "Insgesamt werden die Zusatzbeiträge oder das Volumen sicherlich steigen", sagte der CDU-Gesundheitspolitiker Jens Spahn am Montag im ARD-"Morgenmagazin".

Es gehe darum, eine breitere Finanzierungsgrundlage für die Gesetzliche Krankenversicherung sicherzustellen. Dies müsse zügig geschehen. "Es muss bis zur Sommerpause klar sein, wie es weitergeht", sagte der CDU-Politiker. "Wir müssen das System ändern. Nichts tun, wäre keine Option."

In der Gesetzlichen Krankenversicherung droht im kommenden Jahr ein Defizit von elf Milliarden Euro. Das soll durch Einsparungen und Mehreinnahmen verhindert werden.

Dem Sender SWR 2 sagte Spahn, in einer älter werdenden Gesellschaft, die medizinischen Fortschritt wolle, werde Gesundheit teurer. "Und wir versuchen einen Teil des Defizits im nächsten Jahr durch Sparen zu erwirtschaften, aber der andere Teil wird natürlich zusätzliche Belastung bedeuten. Wer Fortschritt will, der muss auch mehr dafür bezahlen."

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