Ärzte Zeitung online, 22.07.2010

DAK und BKK Gesundheit sagen Fusion ab

BERLIN (dpa). Die geplante Fusion der Krankenkassen DAK und BKK Gesundheit ist geplatzt. "Die Gespräche sind gestern beendet worden", sagte DAK-Sprecher Jörg Bodanowitz am Mittwoch der Nachrichtenagentur dpa und bestätigte damit entsprechende Medienberichte.

Die Gespräche hätten ergeben, dass es keine gemeinsame Basis für einen Zusammenschluss gibt. "Das hat an der Stelle nicht so gepasst." Die BKK Gesundheit teilte mit, interne Ausschüsse hätten dem Verwaltungsrat empfohlen, die Eigenständigkeit derzeit beizubehalten.

Bodanowitz sagte, für die Entscheidung habe die DAK Verständnis. Für die DAK als drittgrößte Kasse erwachse daraus keine neue Situation. "Wir setzen auf unsere bewährten Konzepte und arbeiten daran, unsere Wettbewerbsfähigkeit weiter zu stärken."

Durch die Fusion wäre mit mehr als sieben Millionen Versicherten die größte Krankenkasse entstanden. Beide Kassen gelten als wirtschaftlich angeschlagen und verlangen von ihren Mitglieder eine Zusatzbeitrag von acht Euro im Monat.

Nach Brancheneinschätzungen stehen beide Kassen unter Handlungsdruck. Die DAK mit mehr als sechs Millionen Versicherten hat ihren Sitz in Hamburg. Die BKK Gesundheit mit knapp 1,5 Millionen Versicherten sitzt in Frankfurt am Main.

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