Ärzte Zeitung online, 25.09.2010

Krankenkasse empfiehlt Giftpilz als essbar

BERLIN (dpa). Die Krankenkasse Vereinigte IKK hat in ihrer Mitgliederzeitschrift "Aktiv und Gesund" einen giftigen Waldpilz als essbar bezeichnet. Inzwischen hat die Kasse den Irrtum richtiggestellt und warnt "dringend vor dem Verzehr des Grünlings".

Krankenkasse stuft Giftpilz als essbar ein

Der giftige Grünling (Tricholoma equestre).

© Matthias Renner / Wikimedia

Der Beitrag "Der Herbst bittet zu Tisch" ist nach einem Bericht des "Westfalen-Blatts" im Heft 3/2010 erschienen. In der Richtigstellung der Kasse heißt es nun: "Unserer externen Agentur ist ein bedeutsamer Fehler unterlaufen, der Gefahren für Leib und Leben bedeuten kann."

In dem Beitrag war der Grünling (Tricholoma equestre) als essbar bezeichnet worden. Bei manchen Menschen kann er jedoch Vergiftungen hervorrufen. Mögliche Symptome sind Müdigkeit, Muskelschwäche mit Muskelschmerzen, Übelkeit und Schweißausbrüche.

Zudem kann der Grünling mit dem sehr giftigen Grünen Knollenblätterpilz verwechselt werden. "Wir bitten Sie dringend, den Grünling nicht zu sammeln und nicht zu verzehren", schreibt die Vereinigte IKK nun. Die Kasse hat eigenen Angaben nach 1,6 Millionen Mitglieder.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Medikamente auch einmal beherzt absetzen!

Viele Ärzte scheuen sich, Medikamente abzusetzen - obwohl sie wissen, dass dies Patienten oft hilft. Neuseeländische Wissenschaftler haben zwei paradoxe Gründe dafür gefunden. mehr »

Geht's auch etwas modischer in der Klinik?

Unsere Bloggerin Dr. Jessica Eismann-Schweimler hat Verständnis für die Klinik-Kleidungsvorschriften. Doch mit ein klein wenig Fantasie könnte man auch den unvermeidlichen Kasack hübscher gestalten, meint sie. mehr »

Sport im Alter schützt vielleicht vor Demenz

Dass Sport nicht Mord bedeutet, wissen Forscher schon lange. Jetzt haben Alters- und Sportwissenschaftler messen können, wie Sport das Gehirn im Alter verändert. Dient Fitness als Demenzprävention? mehr »