Ärzte Zeitung, 25.11.2010

Experte vermisst Qualitätswettbewerb

Gesundheitsweiser: Kassen sollten auf qualitätsorientierte Vergütung setzen

Experte vermisst Qualitätswettbewerb

Professor Matthias Schrappe: Vergütung stärker nach Pay-for-Performance ausrichten.

© privat

BERLIN (hom). Der Gesundheitssachverständige Professor Matthias Schrappe hat die Krankenkassen aufgerufen, die Vergütung von Ärzten und Kliniken stärker am Ansatz des "Pay-for-Performance" (P4P) auszurichten.

Die Kassen verhielten sich bislang "realtiv still" zum Thema P4P, sagte Schrappe zum Auftakt des Vierten Nationalen Qualitätskongresses Gesundheit am Donnerstag in Berlin.

Ursächlich für die Zurückhaltung der Kassen bei qualitätsorientierter Vergütung vor allem im stationären Sektor sei freilich der immer noch bestehende Kontrahierungszwang, so Schrappe. Grundsätzlich komme der Qualitätswettbewerb im Gesundheitswesen bislang zu kurz.

"Wir wissen zu wenig darüber, was wir für unser Geld an Qualität bekommen." Auch Kongresspräsident Ulf Fink plädierte dafür, "die Qualität bei der Honorierung stärker zu berücksichtigen". Aufgabe der Politik sei es, für einen "veränderten Ordnungsrahmen" zu sorgen, so Fink.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Luftschadstoffe beeinträchtigen viele Organsysteme

Die Lunge gilt zwar als Eintrittspforte für Schadstoffe aus der Luft, kurz- und langfristige Gesundheitsschäden scheinen jedoch vor allem im Herzkreislaufsystem aufzutreten. mehr »

Für die Union ist Substitution von Ärzten kein Tabu

Nichtärztliche Gesundheitsberufe sollen stärker in die Versorgung eingebunden werden, fordert die Union. Ärztepräsident Montgomery benennt die Fallstricke für solche Pläne. mehr »

Frühe ART wirkt protektiv

Die frühe antiretrovirale Therapie (ART) schützt HIV-Patienten vor schweren bakteriellen Infektionen. mehr »